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Milliarden weg: Tennis-Verband setzt Pique vor die Tür

Der Tennis-Weltverband hat sich von Gerard Pique und seiner Kosmos-Gruppe getrennt. Der Drei-Milliarden-Vertrag um den Davis Cup wird aufgelöst.
Heute Redaktion
13.01.2023, 13:59
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Der Tennis-Weltverband ITF hat sich von der Investmentgruppe Kosmos getrennt und wieder die Kontrolle über den Davis Cup übernommen. Das bestätigte eine ITF-Sprecherin der Nachrichtenagentur AFP. Das vom früheren spanischen Fußballprofi Gerard Pique geführte Konsortium Kosmos war 2018 für drei Milliarden Dollar und 25 Jahre eingestiegen, im Rahmen dieses Schritts wurde der Teamwettbewerb reformiert. Bei Kosmos ist auch Österreichs Nummer eins Dominic Thiem unter Vertrag.

"Die ITF bestätigt, dass ihre Partnerschaft mit Kosmos Tennis für den Davis Cup im fünften Jahr endet", sagte die Sprecherin. Der Wettbewerb werde in diesem Jahr wie geplant über die Bühne gehen, das Finalturnier findet in Malaga (22. bis 26. November) statt. Ob eine Rückkehr zum ursprünglichen Modus angedacht ist, ließ die ITF offen.

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In Spielerkreisen wurde die Nachricht mit großer Freude aufgenommen. Der französische Doppelspezialist Nicolas Mahut sprach von der "besten Nachricht des Tages, des Jahres, des letzten Jahres". Es sei an der Zeit, "den Werten, der Tradition und dem Prestige dieses Wettbewerbs endlich wieder gerecht zu werden".

Der Australier John Millman forderte die ITF auf, aktiv zu werden: "Der Verband hat jetzt die Chance, einen der ältesten Teamwettbewerbe im Sport wieder herzustellen. Ändert das Format, findet einen Kompromiss mit den Terminplänen der Spieler, führt Heim- und Auswärtsspiele wieder ein. Bringt den Sport zu den Menschen zurück."

Millmans Landsmann Paul McNamee, an der Seite von Peter McNamara einst einer der weltbesten Doppelspieler und später einige Jahre Turnierdirektor der Australian Open, befürchtet, dass "der Davis Cup jetzt wieder unter das Mikroskop kommt. Ich möchte herausschreien so laut ich kann: Dieser Wettbewerb hat es verdient, dass man ihn erhält."

Die Davis-Cup-Reform war höchst umstritten, es gab unter anderem Widerstand aus den großen Tennisnationen Großbritannien, Australien und Deutschland. Seit 2019 wird im neuen Format um den bereits im Jahr 1900 eingeführten Davis Cup gespielt. Derzeit spielen anstelle von vier über das gesamte Jahr verteilten Runden mit Heim- und Auswärtsbegegnungen in der Weltgruppe 18 Teams in einem einwöchigen Turnier in der zweiten November-Hälfte um die Trophäe.

Textquelle: AFP