Celtic Glasgow hat dem Fußball-Märchen von Heart of Midlothian am letzten Spieltag der schottischen Meisterschaft ein Happy End verwehrt. Durch ein 3:1 (1:1) im direkten Duell entriss die Mannschaft von Teammanager Martin O'Neill dem Außenseiter um den deutschen Torhüter Alexander Schwolow noch die Tabellenführung und feierte mit zwei Punkten Vorsprung den 56. Liga-Titel. Celtic überholte mit der vierten Meisterschaft in Serie und der 13. in den vergangenen 14 Jahren auch Lokalrivale Rangers (55).
Vor den Augen von Celtics Edelfan Rod Stewart erzielten der Japaner Daizen Maeda (87.) und Callum Osmand (90.+8) die entscheidenden Treffer zum Sieg und zur Rekordmeisterschaft. Kapitän Lawrence Shankland hatte die Hearts im Celtic Park mit seinem 16. Saisontor zunächst in Führung gebracht (43.). Der Belgier Arne Engels, 2024 vom FC Augsburg zu Celtic gewechselt, verwandelte anschließend einen Handelfmeter zum Ausgleich (45.+4).
Die Hearts hatten bereits 1965 und 1986 ihren fünften Meistertitel am letzten Spieltag verpasst. Der letzte schottische Meister, der nicht Celtic oder Rangers hieß, war 1985 der FC Aberdeen. Damals konnte der Verein seinen Erfolg aus dem Jahr 1984 unter Sir Alex Ferguson wiederholen.