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Millionär raste völlig legal mit 417 km/h über Autobahn

Ein Millionär fuhr mit über 400 Kilometern pro Stunde über eine deutsche Autobahn. Ein Verfahren wurde eröffnet – und jetzt wieder eingestellt.
Nikolaus Pichler
22.04.2022, 19:39

Das Verfahren gegen einen tschechischen Millionär, der mit bis zu 417 Kilometern pro Stunde über die deutsche A2 gefahren sein soll, ist eingestellt worden. Für eine Anklageerhebung gebe es keinen ausreichenden Tatverdacht, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Stendal in Sachsen-Anhalt am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Es habe umfassende Prüfungen des Vorfalls gegeben, eine Befragung des Beschuldigten sei nicht nötig gewesen.

Keine Strafbestände erfüllt

Dem Raser, der ein gläubiger Christ und zudem Wiederholungstäter ist, war ein verbotenes Rennen im Sinne einer Einzelfahrt vorgeworfen worden. Nach dem Strafgesetzbuch ist auch ein sogenanntes Alleinrennen strafbar, wenn sich der Fahrer "mit nicht angepasster Geschwindigkeit und grob verkehrswidrig und rücksichtslos fortbewegt, um eine höchstmögliche Geschwindigkeit zu erreichen". Alle drei Tatbestandsvoraussetzungen liegen aus Sicht der Staatsanwaltschaft nicht vor, wie der Sprecher sagte.

Radim Passer ist einer der reichsten Männer Tschechiens, der sein Geld mit der 1991 gegründeten Passerinvest verdient hat.
Roman Vondrous / CTK / picturedesk.com

Anfang des Jahres hatte der Millionär ein Video ins Netz gestellt, bei dem er über die A2 zwischen Berlin und Hannover heizt. Der augenscheinlich abgefilmte Tacho zeigt eine Geschwindigkeit von bis zu 417 Kilometern pro Stunde an. Dieses und weitere Videos sollen bereits im Juli 2021 entstanden sein.

Sichtverhältnisse gut, keine Hinweise auf unsichere Fahrweise

In dem Autobahnabschnitt gilt keine Geschwindigkeitsbegrenzung. Laut der Strassenverkehrsordnung dürfe man aber nur so schnell fahren, wie es die Sicht- und Wetterverhältnisse und die persönlichen Fähigkeiten von Fahrzeug und Fahrzeugführer zuliessen, sagte der Sprecher.

In dem Video seien aufgrund der gewählten Strecke, der frühen Uhrzeit und Jahreszeit sehr gute Verkehrsverhältnisse erkennbar.

Anfang des Jahres hatte der Millionär ein Video ins Netz gestellt, bei dem er über die A2 zwischen Berlin und Hannover heizt. Der augenscheinlich abgefilmte Tacho zeigt eine Geschwindigkeit von bis zu 417 Kilometern pro Stunde an. Dieses und weitere Videos sollen bereits im Juli 2021 entstanden sein.

Sichtverhältnisse gut, keine Hinweise auf unsichere Fahrweise

In dem Autobahnabschnitt gilt keine Geschwindigkeitsbegrenzung. Laut der Strassenverkehrsordnung dürfe man aber nur so schnell fahren, wie es die Sicht- und Wetterverhältnisse und die persönlichen Fähigkeiten von Fahrzeug und Fahrzeugführer zuliessen, sagte der Sprecher.

In dem Video seien aufgrund der gewählten Strecke, der frühen Uhrzeit und Jahreszeit sehr gute Verkehrsverhältnisse erkennbar. Es gebe zudem keinerlei Hinweise auf eine unsichere Fahrweise.

Auto für Fahrten mit hoher Geschwindigkeit ausgelegt

Außerdem sei das Auto, ein Bugatti Chiron, für Fahrten mit solch hohen Geschwindigkeiten ausgelegt. Bei der Aktion ist aus Sicht der Staatsanwaltschaft niemand gefährdet worden. Dem Fahrer könne man nicht vorwerfen, er sei rücksichtlos gewesen, da er optimale Uhrzeit, Wetter- und Strassenverhältnisse gewählt habe, erklärte der Sprecher.

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