Millionärsgattin Ekaterina Mucha von RTL vorgeführt

Christian und Ekaterina Mucha
Christian und Ekaterina Muchapicturedesk.com
Das Verleger-Paar Christian und Ekaterina Mucha ließ sich von RTL filmen, und übt jetzt Kritik an den Methoden des Senders.

Nachdem der Fernsehsender zuvor um einen Drehtermin mit den Muchas gebeten hatte, luden die beiden ein RTL-Team an den Wörthersee ein. "Ekaterina und ich haben beschlossen, Kärnten-Werbung zu machen. Das hilft den Corona-gebeultelten Betrieben", schilderte der Verleger auf seinem Facebook-Profil.

"Die Tante macht irren Druck"

Man habe von den beiden wissen wollen, was sie hätten, was sie könnten, was sie machten. "Detailliert bitte, und wer wird kommen?", so Mucha weiter. Offenbar habe man von dem Paar erwartet, weitere Prominente für die RTL-Dreharbeiten zu organisieren.

"Ich bin verdutzt. 3 Tage vor dem geplanten Dreh ist es ein bisserl schwer, jemanden in Kärnten zu organisieren. Das wär ja ihr Job. Wir stehen gern zur Verfügung, aber die Tante macht irren Druck. Sie will andere Promis, möglichst Millionäre, Party am See. Ich winke ab. Verspreche aber, mich umzuhören."

Christian und Ekaterina Mucha haben dann "das Schloss geputzt, den Garten manikürt, eine Jause vorbereitet, Sekt eingekühlt" und einige weitere Vorkehrungen für den Dreh getroffen, während die RTL-Redaktion "im Stundentakt" nachgefragt habe, wer denn nun zu den Dreharbeiten käme.

"Ich glaub, ich spinn!"

RTL soll es dann sogar so weit getrieben haben, einen Trailer auszustrahlen, in dem einige hochkarätige Stars namentlich für den Bericht angekündigt wurden. Christian Mucha zeigt sich erzürnt: "Ich glaub, ich spinn! Ich hab ja nix versprochen. Die kriegen uns und wenn ihnen die Muchas, das Schloss und der See nicht reichen, dann sollen's..."

Für den Dreh selbst haben sich das Ehepaar und die RTL-Redaktion feste Regeln ausgemacht, erzählt Mucha: "Erstens: Unsere Security wird im Bild sein. Zweitens: Wenn Ekaterina sich im Deutschen mit einer Antwort schwer tut, dann machen wir einen zweiten Take und drittens: Wenn wir über ein Thema nicht reden wollen, dann wird das respektiert."

So der Deal. Angeblich haben sich die Fernsehredakteure aber an mehrere Punkte nicht gehalten.

"Nein, das ist uns zu persönlich"

Immer wieder habe der Sender die Muchas über ihre Familienplanung gefragt - auch, als das Paar klargestellt habe, darüber nicht reden zu wollen. Als die Redakteurin nicht aufhören wollte, das Thema anzusprechen, bot Mucha ihr einen Deal an: "Wir vereinbarten, dass statt des Kinderwunsch-Themas über unsere Trennung und meine schwere Erkrankung geredet werden darf". Ebenso starker Tobak. Damit müsse sich die Redaktion ja nun zufrieden geben. "Wir haben nix dagegen. Das zeigt uns von einer menschlichen Seite und nimmt den Neid raus. Motto: Die haben auch ihr Binkerl zu tragen."

Sehr groß war die Verwunderung von Christian und Ekaterina Mucha dann bei der Ausstrahlung der Sendung: "Schweres jounalistisches Foul, glatter Wortbruch" - der Sender habe Ekaterina bei einem Deutsch-Versprecher inklusive Ausbesserung von Christian Mucha gezeigt.

"Dann wird das Thema Kinderwunsch ausgewalzt. Nächstes Foul", Christian Mucha erzählt, wie der Sender sich auch an diese Absprache nicht gehalten habe. Aber er zieht zumindest wohlwollend Resümee: "Ein sechs Minuten Beitrag mit tollen Bildern, perfekte Werbung für Klagenfurt und den Wörthersee. Und wir sind ein schwerreiches Paar, das bei allem Reichtum auch so seine Zores hat, und seine Lebensprobleme genau so meistern muss, wie die Frau Schulz vom 19er-Haus im zweiten Stock."

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