Brisante Details im Verdachtsfall rund um die falschen Gemeindewohnungsabrechnungen in Wr. Neustadt: Unter den Mitarbeitern ist auch Bundesrätin Ingrid Winkler (SP).
Dicke Luft im und um das Wr. Neustädter Rathaus seit Montag: Nach der Anzeige von Michael Schnedlitz (FP) und Christian Stocker (VP) prüft jetzt die Staatsanwaltschaft die Akteure der IFP GmbH (Tochtergesellschaft der Stadt und Haupteigentümerin der Gemeindewohnungen) und vor allem deren Handlungen im Zeitraum 2005 bis 2014.
Bis zuletzt auch bei der GmbH beschäftigt, seit Montag aber angeblich freigestellt: Bundesrätin Ingrid Winkler – für sie gilt, wie für alle anderen Beteiligten, die Unschuldsvermutung. Wie berichtet besteht der Verdacht, dass über zehn Jahre falsche Abrechungen an Tausende Gemeindewohnungsmieter ausgestellt worden sind. "Der Fehler liegt im zweistelligen Millionenbereich" so Michael Schnedlitz.
Staatsanwalt Erich Habitzl: „Wir prüfen noch – wenn aber Anklage erhoben wird, dann geht diese in Richtung Betrug und Abgabenhinterziehung.“ Stadtrat Wolfgang Trofer (SP): "Wir hatten bereits Aufsichtsratsitzung, ich kann aber keine Details preisgeben. Die SP ist interessiert, die Sachlage zu klären. Wir werden heute intern darüber reden."