Milo Moiré: Die Skandale der Nacktkünstlerin

Milo Moiré: Unter dem Pseudonym sorgt die 1983 geborene Künstlerin, die in der Schweiz lebt, nicht erst seit "Promi Big Brother" für Aufregung.

Kunst macht Moiré mit ihrem nackten Körper, steht immer wieder bei internationalen Messen und Ausstellungen im Blickpunkt. Weltweit bekannt wurde die in Deutschland lebende Schweizerin mit spanisch-slowakischen Wurzeln unter anderem dadurch, dass sie 2014 nahe der Kölner Art Cologne mit Farbe gefüllte Eier aus ihrer Vagina herauspresste.

Im Jahr 2015, am Ende der Ausstellung "Das nackte Leben" mit Werken von David Hockney über Francis Bacon bis Lucian Freud im LWL-Museum in Münster tauchte Moire als Überraschungsgast auf: Nackt, in ihren Armen ein nacktes Baby. Die Schweizerin spazierte durch die Ausstellung und inszenierte sich als Akt.

Nackt-Selfies

Wenige Wochen später, vor der Kulisse der Art Basel, ließ die Künstlerin erneut alle Hüllen fallen und posierte mit Begeisterten - wenig überraschend meist männlichen - Kunst-Fans für nackte Selfies. Während 300 der international berühmtesten Galerien auf der weltweit renommiertesten Kunst-Messe alte Meister bis zeitgenössische Kunst ausstellten, inszenierte sie sich nackt davor.

Gleiches wiederholte sie nur Tage später vor dem Eiffelturm in Paris. Doch die Polizisten am Trocadero-Platz wollten nicht etwa ein Nackt-Selfie, sondern stattdessen, dass sich Frau Moire anzieht. Danach nahmen sie die Schweizerin mit aufs Revier. Angeklagt wurde sie nicht, verbrachte aber eine Nacht in einer Zelle.

Fummel-Aktionen

Die Schweizer Performancekünstlerin tauchte im Jänner 2016 wieder auf, und zwar nackt vor dem Kölner Dom, nahe der Stele wo es in der Silvesternacht zu massenhaften sexuellen Übergriffen gekommen war. Dagegen protestierte sie mit ihrem Auftritt. Wiederum festgenommen wurde Moiré Mitte 2016 in London bei der Performance "Mirror Box". Ihre Aktion hat Moire zuvor schon in Amsterdam, Düsseldorf und Köln gezeigt. Dabei trug sie Spiegelboxen am Körper, durch die Passanten ihren Intimbereich und ihre Brüste berühren konnten. Folge: Ein Tag Haft, 1.300 Euro Geldstrafe.

Nach ihrem neuen Akt-Kalender, den sie im Dezember 2016 präsentierte, meldete sich die Unbekleidete Anfang 2017 zurück - mit einem Protest gegen Donald Trump und Recep Tayyip Erdogan, den sie nackt im Netz durchzog. Mitte 2017 zog sie schließlich ins "Promi Big Brother"-Haus ein, wo sie sich unter anderem vor den Kameras selbst befriedigte. (red)

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