Tag der Veränderung im oö. Landtag. Neo-Minister Rudi Anschober wurde verabschiedet, zu seinen ehemaligen Landtags-Kollegen durfte er aber nicht. Das ist der Grund.
Rund 32 Jahre lang war Rudi Anschober (Grüne) als Abgeordneter und seit 2009 als Landesrat im oberösterreichischen Landtag.
Doch ausgerechnet bei seiner Verabschiedung durfte er nicht in das Plenum, sondern musste von der Besuchergalerie zusehen.
Grund: Weil Anschober nicht mehr Mitglied des Landtages ist, durfte er rein formell nicht mehr ins Plenum. Und da wurde auch am Donnerstag keine Ausnahme gemacht.
Von der Besuchergalerie aus lauschte der erste grüne Sozialminister den meist launigen Reden seiner politischen Wegbegleiter und Gegner.
Die Grünen beschenkten Anschober dann mit einer Karikatur von Milan Ilic.
Übergeben konnte oder besser durfte Klubchef Gottfried Hirz das Werk an Anschober allerdings nicht, weil er ja eben nicht unten sein durfte. Das geschah dann außerhalb des Landtags-Plenums.
Im Besucherbereich saßen übrigens auch Ex-Vize-Kanzler Reinhold Mitterlehner und Alt-Landeshauptmann Josef Pühringer (der durfte bei seinem Abschied schon im Plenum sein)
Nach dem offiziellen Abschied von Anschober wurde auch gleich dessen Nachfolger gewählt. Stefan Kaineder schaffte die nötige Mehrheit und ist der erst zweite Grüne Landesrat in Oberösterreich.
Aber es war nicht der einzige Wechsel an diesem Donnerstag. Viktor Sigl (ÖVP) verabschiedete sich als Landtagspräsident, sein Nachfolger wurde Wolfgang Stanek (ÖVP).