Geht es nach der SPÖ, sollen alle Jugendlichen in Ausbildung österreichweit gratis Öffi-Fahren - "Heute" berichtete. Die ÖVP lehnt das ab, kündigt aber die Ausweitung der Schülertarife auf Studenten an.
Geht es nach der SPÖ, . Die ÖVP lehnt das ab, kündigt aber die Ausweitung der Schülertarife auf Studenten an.
"Dass Schüler, Lehrlinge und Studenten künftig für öffentliche Verkehrsmittel nichts mehr zahlen sollen, kostet 1,7 Milliarden Euro und kann man nur als Spendierhosen-Populismus bezeichnen", kritisiert Familienminister Reinhold Mitterlehner (VP) die entsprechende SP-Idee. Stattdessen will er das erst 2012 eingeführte System der Jugendtickets (Schüler und Lehrlinge zahlen nur 60 bis 96 für ein Jahresticket) auf bis zu 300.000 Studenten ausweiten.
Zusätzlich zu den derzeit budgetierten 400 Millionen Euro würde das den Familienlastenausgleichsfonds mit 127 Millionen Euro belasten. Überlegungen wie österreichweite Freifahrten für Bis-24-Jährige würden von der Schaffung eines bundesweiten Verkehrsverbunds durch Verkehrsministerin Doris Bures (SP) abhängen.
Die SPÖ hält an der Forderung nach einer Freifahrt ohne Selbstbehalt fest, rechnet mit Gesamtkosten in der Höhe von einer Milliarde Euro. Eva Glawischnig hält die für "unglaubwürdig". Heute stellt sie das Grünen-Verkehrsprogramm vor. Hauptforderung: 365 für jedes Jahresticket in Österreich.
Erich Nuler