Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 steigt in den USA, in Kanada und Mexiko. Der Iran ist als eines von 48 Teams qualifiziert, bekommt es in der Vorrunde mit Belgien, Ägypten und Neuseeland zu tun. Seit dem Ausbruch des Iran-Kriegs Ende Februar steht hinter der Teilnahme des Irans am Fußball-Spektakel ein großes Fragezeichen. Die USA und Israel griffen das Land an.
Auch wenn US-Präsident Donald Trump den Iran weiterhin willkommen heiße, wie FIFA-Boss Gianni Infantino am Mittwoch bei Instagram schrieb, deutet nun alles auf eine Absage des Irans selbst hin. "Da diese korrupte Regierung unseren Führer ermordet hat, haben wir unter allen Umständen keine Bedingungen, um an der WM teilzunehmen", erklärte der iranische Sportminister Ahmad Donjamali.
"Angesichts der bösartigen Maßnahmen, die gegen Iran durchgeführt wurden, wurden uns innerhalb von acht oder neun Monaten zwei Kriege aufgezwungen, und mehrere Tausend unserer Menschen wurden getötet. Daher haben wir definitiv keine Möglichkeit zu einer solchen Teilnahme", ergänzte der Sportminister. "Welcher vernünftige Mensch würde seine Nationalmannschaft in die USA schicken, wenn es bei der WM genauso politisch zugehen sollte wie in Australien?", fragte derweil der iranische Fußballverbandspräsident Mehdi Tadsch mit Blick auf den Asien-Cup der Frauen.
Offen ist aber, ob der Iran die Weltmeisterschaft nun tatsächlich boykottieren werde. Eine endgültige Entscheidung ist noch nicht bekannt gegeben. Nur Stunden zuvor erklärte Infantino, US-Präsident Trump würde Irans Team bei der WM willkommen heißen. Tadsch war für die WM-Auslosung im Dezember in Washington ein Einreisevisum verweigert worden.