Politik

Minister überrascht im ORF: "Ich war einfach z’deppert"

Finanzminister Magnus Brunner überraschte am Dienstag bei einem Auftritt mit Krücken in der Hofburg: "Habe leider keine Heldengeschichte zu erzählen."
Roman Palman
23.02.2022, 08:11

Medaillenregen am Dienstag in der Hofburg. Das erfolgreiche Olympia-Team wurde nach seiner Rückkehr von Bundespräsident Alexander Van der Bellen für die hervorragende Leistung in Peking ausgezeichnet. Doch unerwartet stahl Finanzminister Magnus Brunner den Athleten beinahe die Show.

"Keine Heldengeschichte"

Zwischen der Ehrung von Skispringern und Rodlern hatte der Politiker seinen großen Auftritt. Als die ORF-Regie nach einem eingespielten Beitrag wieder in die Hofburg umschaltete, erlebten die Zuseher eine kleine Überraschung. Brunner stand, gestützt auf Krücken, auf der Bühne.

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"Herr Brunner, stimmt es, dass das ein Unfall beim Big Air war?", scherzte ORF-Moderator Lukas Schweighofer beim Anblick der Gehhilfe. "Nein, ich habe leider keine Heldengeschichte zu erzählen…", antwortete Brunner lachend, "aber klingt super, muss ich mir merken."

Ausgerutscht

Keine Sportverletzung also. Doch was war passiert? Die Auflösung lieferte der Minister in humoriger Weise gleich selbst nach: "Ich bin einfach ein paar Stufen runtergefallen leider. Ich war einfach z’deppert eine Sekunde lang. Ausgerutscht."

Passiert war ihm das bei einem Besuch des "Metzger meines Vertrauens" in seiner Heimatstadt Bregenz Anfang Februar, wie er kürzlich gegenüber "Vol.at" schilderte. Die Diagnose: Bänderriss. Anfangs tanzte der 49-Jährige deshalb neben den Krücken auch mit einem Gipsfuß über das politische Parkett:

Begeisterung

Umso mehr Respekt dürfte er für die versammelten Sportler haben, die die körperlich fordernden Bewerben nicht nur unverletzt überstanden, sondern sogar Medaillen erringen konnten. Brunner sieht man die Begeisterung für diese Leistung an.

Bei vielen Entscheidungen war er trotz Zeitverschiebung live vor dem TV dabei: "Wir haben uns in der Früh um halb vier den Wecker gestellt, um gewisse Bewerbe anzuschauen." Auch den weiteren Vormittag habe er über die Online-Medien verfolgt. "Es war einfach beeindruckend. Tolle Wochen, tolle Tage wo wir mitgefiebert haben."

Sport-Beichte

Vor den versammelten Wintersportlern legte er dann auch noch verlegen eine Beichte ab: Als Vorarlberger könne er zwar Skifahren, aber persönlich sei er mehr für den Sommersport, insbesondere Handball, Fußball und Tennis, zu haben. Eine aufgelegte Antwort für Brunner, der seit 2020 auch ÖTV-Präsident ist. "Über den Wintersport traue ich mich in der Runde nichts zu sagen."

"Wer bremst, verliert!"

Und in welcher Disziplin würde er bei Olympischen Spiele für Politiker antreten? ORF-Mann Schweighofer bringt den Viererbob in Spiel: "Zum Beispiel mit dem Herrn Bundeskanzler, mit der Verteidigungsministerin, dem Herrn Innenminister. Ist die Frage: Wer bremst?" "Wer bremst, verliert!", lachte Brunner ins Mikro. Eine Vierer-Bob-Abfahrt habe er sogar schon mitmachen dürfen: "Das war ein super Erlebnis."