Minister scherzt über 69 Abschiebungen zum 69er

Kritiker werfen dem deutschen Innenminister Zynismus gegenüber Afghanen vor, die in ein Kriegsgebiet zurückgebracht werden.
Horst Seehofer (CSU) hat am Dienstag gescherzt, zu seinem 69. Geburtstag am 4. Juli seien 69 Afghanen aus Deutschland abgeschoben worden. "Das liegt weit über dem, was bisher üblich war", betonte der Innenminister. Und schmunzelte: "Das war von mir nicht so bestellt." (Video: Social-Embed unten)

Dass ein Ressortchef mit einer hohen Zahl an Abschiebungen prahlt und sich augenscheinlich über die Rückführung von Menschen in ein Kriegsgebiet lustig macht, sorgte im Internet für Kritik. Vor allem auch Oppositionspolitiker warfen Seehofer Zynismus vor.



Auch Afghanen überrascht

Bisherige Abschiebungsflüge betrafen meist nur etwa zehn Personen auf einmal, weshalb die 69 Abschiebungen am 4. Juli auch die Behörden in Afghanistan überraschte, und laut Berichten verärgerte.

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Migrations-Masterplan ohne Zustimmung der Koalition

Die strittige Aussage fiel bei der Vorstellung des "Masterplans Migration" am Dienstag, in dem Seehofer an den Transitzentren und einem neuen Grenzregime an der deutsch-österreichischen Grenze festhält. Die Zustimmung der Koalitionspartner CDU und SPD steht allerdings aus. (red)

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