Minister will pflegende Kinder auf Urlaub schicken

Die Österreicher werden immer älter und immer mehr Kinder und Jugendlich müssen sich um gebrechliche, schwache oder kranke Verwandte kümmern. 40.000 Teenager tragen die tägliche Belastung, sich um Angehörige zu kümmern. Sozialminister Rudolf Hundstorfer will diese Minderjährigen künftig besser unterstützen.

Der Clou an der Sache: Diese Hilfe gibt es längst, die die sie brauchen können, wissen allerdings nichts davon, so SP-Minister Hundstorfer auf Ö1. Die Lösung wären Pflege-Hausbesuche. Momentan werden 20.000 Bezieher von Pflegegeld zuhause besucht. Es wird kontrolliert, ob sich die Pfleger ausreichend um die Hilfsbedürftigen kümmern. Dieses sowieso vorhandene Service soll dazu genützt werden, Kinder und Jugendliche zu entlasten und Unterstützung anzubieten.

Schüler, die zuhause ihre Familienmitglieder betreuen können oft nicht auf Schulskikurs fahren, weil sie einfach nicht die Zeit dafür haben. Hier will der Minister ansetzen. Die Kinder brauchen hin und wieder eine "Auszeit", so Hundstorfer. Bis zu vier Wochen pro Jahr wird so eine Ersatzkraft gefördert, kaum jemand weiß allerdings von diesem Service. "Bei allem tollen Engagement, das von den Kindern und Jugendlichen kommt, aber es sind Kinder. Und wir sollten ihnen als Gesellschaft sehr behilflich sein", meint der Minister.

CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch.
Nav-Account red Time| Akt:

ThemaCreated with Sketch.Weiterlesen