Weil sich die Besitzerin weigert, das Geburtshaus von Adolf Hitler in Braunau an Österreich zu verkaufen, soll sie nun enteignet werden. Am Dienstag entscheidet der Ministerrat in Wien über einen entsprechenden Gesetzesentwurf.
Das Haus in Braunau hat das Innenministerium seit den 70er Jahren angemietet, zuletzt stand es allerdings leer. Um zu verhindern, dass das Gebäude zur Kultstätte für Rechtsextreme wird, will der Staat es kaufen. Gespräche mit der Besitzerin scheiterten allerdings immer wieder.
Nun soll die Eigentümerin enteignet werden. Dafür ist allerdings ein eigenes Gesetz nötig, dass am Dienstag den Ministerrat passieren soll. Danach entscheidet noch das Parlament.
Besitzerin soll entschädigt werden
Die derzeitige Besitzerin soll allerdings am Ende nicht mit leeren Händen da stehen. Es ist geplant, dass sie entschädigt wird. In welcher Form ist allerdings noch nicht geklärt.
Unklar ist auch, was mit dem Haus nach der Enteignung passiert. Innenminister Wolfgang Sobotka (ÖVP) kann sich vorstellen, dass es abgerissen wird. Aber das wird schwierig, weil das Haus unter Denkmalschutz steht.