Ministerrat wegen Coronafällen heute nur virtuell

Kurz mit Barbara Kaudel-Jensen (außenpolitische Beraterin) und Sprecher Etienne Berchtold.
Kurz mit Barbara Kaudel-Jensen (außenpolitische Beraterin) und Sprecher Etienne Berchtold.Arno Melicharek
Nach dem Corona-Fall bei einem engen Vertrauten von Kanzler Kurz herrscht Vorsicht: Keine persönlichen Termine, der Ministerrat findet virtuell statt.

Die Regierungsmitglieder waren am Montag zwar allesamt negativ getestet worden. Trotzdem schaltete man am Dienstag in den Corona-Modus:

Nachtschicht im Kanzleramt: Die Testergebnisse lagen erst in der Nacht auf Dienstag vor. Die Kanzler-Mitarbeiter warteten in ihren Büros, konnten gegen 1.45 Uhr nach Hause. Im Kanzleramt übernachten musste niemand.

Drei Kurz- und Kogler-Mitarbeiter in Quarantäne:Seit Dienstag sind ein weiterer Kabinettsmitarbeiter von Kurz und zwei von Vizekanzler Kogler in behördlich verfügter Quarantäne. Sie hatten vergangenen Freitag Kontakt mit dem Kanzler-Vertrauten.

Telearbeit für Kanzler, Vize: Kurz und Kogler absolvierten ihre Termine am Dienstag via Telefon oder Videokonferenz im Büro.

Staatssekretär isoliert:Nachdem ein Mitarbeiter von Staatssekretär Brunner positiv getestet wurde, hat sich dieser "bis auf Weiteres" in häusliche Quarantäne begeben. Das gilt auch für die anderen Mitarbeiter, die engen Kontakt mit dem Infizierten (dieser ist symptomfrei, Anm.) hatten.

"Virtueller" Ministerrat: Wie in der Zeit des Lockdowns findet der Ministerrat am Mittwoch per Videoschaltung statt. Dabei handle es sich um eine "reine Vorsichtsmaßnahme", betonten die Sprecher von Kurz und Kogler.

Rund 80 Personen Test empfohlen: Inklusive allen Ministern, deren Mitarbeitern, die im Kanzleramt waren, dem Kabinett des Kanzlers sowie den Journalisten, die vergangenen Mittwoch beim Pressefoyer nach dem Ministerrat waren, wurde 70 bis 80 Personen ein Corona-Test nahegelegt.

Keine Extra-Tests für Nationalrat

Trotz zweier neuer Corona-Fälle unter den Abgeordneten trifft sich der Nationalrat am Mittwoch zu einer Sondersitzung zum Thema Asylpolitik. Extra-Testungen der Mandatare wird es im Vorfeld nicht geben, so ein Sprecher. Sämtliche Personen im parlamentarischen Betrieb hätten aber regelmäßig die Möglichkeit, sich testen zu lassen. Zudem gebe es seit der vergangenen Sitzung Trennwände zwischen den Abgeordnetenplätzen.

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