Minoritenplatz bekommt barrierefreien Zugang

Das historische Kopfsteinpflaster in der City stellt besonders Rollstuhlfahrer vor Herausforderungen. Nun haben Bezirk und Stadt eine barrierefreie Lösung gefunden.

Seit Jahren fordern die Behindertenverbände einen barrierefreien Übergang über den Minoritenplatz (City). Aufgrund der vorliegenden Beschwerden haben der Bezirk sowie die zuständigen Magistratsabteilungen MA28 - Straßenverwaltung und Straßenbau und MA19 - Architektur und Stadtgestaltung gemeinsam mit den Behindertenverbänden ein Konzept für mehr Barrierefreiheit erarbeitet.

Neue barrierefreie Verbindung zu U-Bahnstation

Dieses sieht vor, auf der rund 220 Meter langen Strecke zwischen Schauflergasse und Leopold-Figl-Gasse einen gepflasterten Weg entlang der Hausfassade zu schaffen. Ziel ist es, die barrierefreie Herrengasse über den Minoritenplatz kommend und durch die Bruno-Kreisky-Gasse bis zur Schauflergasse und dem Ballhausplatz einen durchgehend barrierefreien Übergang zu schaffen.

Der barrierefreie Übergang verbindet Herrengasse und Ballhausplatz:

(Quelle: Google Maps)

Statt des historischen Halbgutpflasters wird hier ein Natursteinplattenbelag in der Breite von 1,5 Metern verlegt. Der verwendete Granit stammt aus Schärding in Oberösterreich. Zudem wird die neue barrierefreie Geh- und Fahrtrasse bis zur U3-Station am Minoritenplatz geführt.

Umbau startet im Herbst und kostet 150.000 Euro

"Es ist wesentlich, dass die Innere Stadt ein Bezirk für alle Generationen ist und auch dementsprechend barrierefrei gestaltet sein soll. Daher freue ich mich, dass der Antrag eine Mehrheit gefunden hat und die Umsetzung bevorsteht", so Bezirkschef Markus Figl (ÖVP).

Im Finanzausschuss des Bezirkes wurden die, für den Umbau nötigen, Gesamtmittel von 150.000 Euro für das Vorhaben bereits beschlossen. Die Arbeiten sollen im September starten und innerhalb weniger Wochen abgeschlossen sein. (lok)

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