Ortschaft im Mühlviertel

Minus 25 Grad – Kälterekord im "Sibirien Österreichs"

Mit minus 25 Grad in Liebenau erlebt Österreich die kälteste Phase des Winters. Die Kälte bringt Risiken für Gesundheit und Alltag.
Oberösterreich Heute
05.01.2026, 09:46
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Österreich friert wie schon lange nicht mehr. Die aktuelle Wetterlage bringt uns die bisher kälteste Phase dieses Winters. Besonders eisig war es in der Nacht auf Montag in Gugu bei Liebenau, das "Sibirien Österreichs".

Dort wurden satte minus 25 Grad gemessen – damit ist der Ort seinem Ruf als kältester Fleck in Oberösterreich wieder einmal gerecht geworden. Die tiefste Temperatur, die jemals in Oberösterreich gemessen wurde, stammt übrigens aus Aspach im Bezirk Braunau. Im Jänner 1985 zeigte das Thermometer dort minus 33,2 Grad an, wie der ORF OÖ berichtet.

Im ganzen Land herrscht jetzt klirrende Kälte. Die Geosphere Austria hat bereits eine Kältewarnung für Westösterreich ausgegeben. Laut Prognosen soll diese frostige Wetterlage noch bis zum 7. oder 8. Jänner anhalten.

Die eisigen Temperaturen machen sich im Alltag ordentlich bemerkbar. Viele Autos mit Verbrennungsmotoren springen gar nicht mehr an, und auch die Reichweite von Elektroautos sinkt spürbar. Aber nicht nur das: Die Kälte ist auch für die Gesundheit eine Belastung. Forschende sagen, dass es in Europa derzeit sogar mehr Kältetote als Hitzetote gibt.

Mit Übersterblichkeit durch Kälte sind dabei nicht nur Fälle gemeint, in denen Menschen tatsächlich erfrieren. Gemeint ist der Anstieg an Todesfällen, wenn es kälter als der Idealbereich mit der geringsten Sterblichkeit – etwa um die 20 Grad – ist. Je kühler es wird, desto stärker verbreiten sich Atemwegserkrankungen, und das Immunsystem ist im Schnitt angeschlagener.

Das Kältetelefon Linz ist eine wichtige Anlaufstelle für obdachlose Menschen im Winter, erreichbar über den Sozialverein B37 unter 0732/7767-67560 (Di & Do 10-12 Uhr, 1. Nov-31. März) und per E-Mail ([email protected]), wobei außerhalb der Zeiten ein Anrufbeantworter geschaltet ist; bei akuter Lebensgefahr ist immer der Notruf 144 zu verständigen. Sozialarbeiter von B37 suchen Betroffene auf, vermitteln Notschlafplätze oder versorgen sie mit Schlafdecken.

Besonders gefährlich ist die Kälte für Menschen ohne Dach über dem Kopf. Wer auf der Straße lebt, kann bei diesen Temperaturen in Lebensgefahr geraten. Deshalb gibt es in vielen Städten ein Kältetelefon, auch in Linz. Dort kannst du anrufen, wenn du jemanden siehst, der Hilfe brauchen könnte. Das Kältetelefon in Linz ist aber nicht rund um die Uhr besetzt. In dringenden Fällen solltest du daher direkt Polizei oder Rettung verständigen.

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