Ein mittlerweile verstorbener Sportlehrer soll sich in den Jahren 2004 bis 2019 in einer NMS in Wien-Leopoldstadt an seinen Schützlingen vergriffen haben. Mittlerweile gibt es laut Männerberatung schon rund 40 Betroffene. Von der Hälfte der Opfer sollen aber die Namen nicht bekannt sein, berichtet Orf-Radio Ö1. Bisher war die Rede von 25 Missbrauchs-Opfern im Alter zwischen 9 und 14 Jahren.
Der Skandal war im Frühjahr 2019 ins Rollen gekommen, nachdem sich ein ehemaliger Schüler an die Männerberatung gewandt hatte – und schließlich Anzeige erstattete. Die Polizei durchsuchte die Wohnung des Lehrers, beschlagnahmte Handys und Festplatten. Darauf fanden sich pornografische Clips und Fotos, die ohne das Wissen der Opfer aufgenommen wurden. Der Lehrer beging nach der Hausdurchsuchung Selbstmord, doch die Ermittlungen liefen weiter.
Die Bildungsdirektion setzte 2021 eine Untersuchungskommission ein. Alle ehemaligen Schüler, die ab 2004 an der Schule waren, wurden informiert. Der Fall soll umfassend aufgeklärt werden. Für Betroffene gibt es Anlaufstellen und Kontakt zur Kommission selbst.