Österreich

Missbrauchsopfer (38) will 130.000 Euro

Heute Redaktion
14.09.2021, 03:41

Zweiter und letzter Verhandlungstag in Krems im Missbrauchsprozess um Michael A. (38; Heute berichtete exklusiv): Am Montag wurde die Verjährung geprüft.

Zweiter und letzter Verhandlungstag in Krems im Missbrauchsprozess um Michael A. (38; Heute berichtete exklusiv): Am Montag wurde die Verjährung geprüft. Opferanwalt Wolfgang Lentschig ist sicher, dass der Fall bis zur letzten Instanz gehen wird. Die Verhandlung wurde zwar geschlossen, das Urteil wird noch Wochen dauern.

 

Kein Urteil am Montagabend im Missbrauchsprozess Stift Geras. Dieses wird schriftlich zugestellt und wird noch ein paar Wochen dauern. Anwalt Wolfgang Lentschig erklärt: „Da es in Österreich zum Thema Verjährung in solchen Fällen kaum Gerichtsentscheidungen gibt, ist man offenbar auf der Gegenseite bestrebt, einen Präzedenzfall zu schaffen. So weiß man zukünftig, wie man mit Ansprüchen weiterer Opfer umgehen muss.“ 

Um die Frage der Verjährung zu prüfen, muss der Richter den gesamten Lebenslauf von Michael A. durchleuchten. Richter Richard Simsalik muss auch herausfinden, wann dem Angestellten zum ersten Mal klar geworden ist, dass ein Missbrauch stattgefunden hat. 

Michael A. soll als Kind bei den Schulbrüdern von Louis F. sexuell genötigt worden sein. Die damalige Stiftsführung Geras soll davon gewusst haben, dass Bruder Louis gerne kleine Jungen „vernascht“. Dafür fordert Anwalt Lentschig 130.000 Euro Schmerzensgeld.

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