Missbrauchsvorwurf gegen Arzt: Schon 95 Opfer

Der Arzt sagt, es seien "ganz normale Behandlungsmethoden" gewesen.
Der Arzt sagt, es seien "ganz normale Behandlungsmethoden" gewesen.Bild: iStock/Symbolbild

Ein Arzt aus dem Salzkammergut soll minderjährige Buben, seine Patienten, sexuell missbraucht haben. Die Ermittlungen bringen immer mehr Opfer auf. Mittlerweile ist man bei 95 angekommen.

Im Februar hatten die "OÖN" das erste Mal über den Fall berichtet. Die Mutter eines mutmaßlichen Missbrauchsopfers, die sich gemeldet hatte, erzählte von den ungeheuerlichen Vorfällen. Das war erst der Anfang.

Seit Bekanntwerden des Missbrauchsfalls wurde seitens der Staatsanwaltschaft Wels ermittelt. Und der Fall hat mittlerweile unfassbare Ausmaße angenommen.

Gingen vereinzelte Medienberichte erst von 87 Opfern aus, geht man mittlerweile sogar schon von 95 Opfern aus, wie Staatsanwältin Silke Enzenmüller Dienstagvormittag gegenüber der Apa bestätigte. Für "Heute" war sie vorerst nicht erreichbar.

Strafrahmen könnte sich noch erhöhen

Der beschuldigte Arzt gilt als zurechnungsfähig. Im Falle einer Verurteilung drohen ihm aus aktueller Sicht bis zu zehn Jahre Haft.

Das Strafmaß könnte sich allerdings noch ändern, denn die Staatsanwaltschaft lässt nun per psychiatrischem Gutachten feststellen, ob in vier Fällen die Opfer schwere psychische Folgeschäden erlitten haben.

Wäre das der Fall, würde sich der Höchststrafrahmen für den Mediziner von zehn auf 15 Jahre Haft erhöhen.

(cru)

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