Mission erfüllt – Die SpaceX-Crew ist gelandet

Der Moament als die Kapsel sicher im Golf von Mexiko aufschlägt
Der Moament als die Kapsel sicher im Golf von Mexiko aufschlägtpicturedesk.com/AFP
Nach fast neunjähriger Pause sind zum ersten Mal Astronauten von den USA aus zur ISS geflogen. Nun kehren sie zur Erde zurück.

Zwei Monate nach dem ersten bemannten Start des von der Privatfirma SpaceX entwickelten Raumschiffs "Crew Dragon" zur ISS sind zwei US-Astronauten wieder zurück auf der Erde. Robert Behnken und Douglas Hurley landeten am Sonntagnachmittag (Ortszeit) mit der Kapsel "Endeavour" im Golf von Mexiko vor der Küste des US-Bundesstaates Florida, wie Live-Aufnahmen der US-Raumfahrtbehörde Nasa zeigten.

Behnken und Hurley waren Ende Mai vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida aus gestartet. Es war nach fast neunjähriger Pause das erste Mal, dass Astronauten von den USA aus zur ISS flogen, und das erste Mal, dass sie von einem privaten Raumfahrtunternehmen befördert wurden. SpaceX hatte zuvor nur Fracht zur ISS transportiert.

Astronauten Robert Behnken und Douglas Hurley im Inneren der Kapsel
Astronauten Robert Behnken und Douglas Hurley im Inneren der Kapselpicturedesk.com/AFP

"Hurley und Behnken sind auf dem Weg nach Hause!", twitterte Nasa-Chef Jim Bridenstine. Hurley teilte in einem Tweet mit, dass es "Ehre und Privileg" gewesen sei, Teil der Mission zu sein. Zuvor hatte die Nasa bekanntgegeben, dass die Astronauten am Sonntagabend (MESZ) vor der Küste Floridas nahe der Stadt Pensacola im Golf von Mexiko landen sollten. Bis zuletzt hatte das Wetter wegen des Wirbelsturms "Isaias" in der Region Sorgen gemacht. Allerdings sollte das Tiefdruckgebiet an der östlichen Küste Floridas entlang ziehen – Hunderte Kilometer entfernt von Pensacola.

Neue Mission angekündigt

Zuletzt waren im Sommer 2011 Astronauten mit der Raumfähre "Atlantis" zur ISS geflogen. Danach mottete die Nasa ihre Space-Shuttle-Flotte aus Kostengründen ein und war seither für Flüge zur ISS auf Russland angewiesen. Das war mit rund 80 Millionen Euro pro Flug in einer russischen Sojus-Kapsel nicht nur teuer, sondern kratzte auch mächtig am Ego.

Eigentlich waren eigene Flüge aus den USA zur ISS von der Nasa schon für 2017 angekündigt gewesen – im Zuge technischer Probleme, Finanzierungsschwierigkeiten und Umstrukturierungen nach der Wahl von Donald Trump zum Präsidenten wurde das Projekt aber immer weiter aufgeschoben.

Unterdessen teilte die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos mit, dass Ende kommenden Jahres wieder zwei Touristen zur ISS fliegen sollen. Sie sollen demnach vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan abheben. Ihre Namen wurden zunächst nicht genannt. Die Raumfahrtbehörde hatte für den Tourismus ins All einen Vertrag mit dem spezialisierten US-Unternehmen Space Adventures unterschrieben. Derartige Reisen zur ISS gibt es seit 2001. Der erste von bisher sieben Weltraum-Touristen war der US-Multimillionär Dennis Tito.

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