Österreich

Misstöne bei den Grünen in Niederösterreich

Heute Redaktion
13.09.2021, 21:59

Dicke Luft in der Ökopartei: Amrita Enzinger wollte einen „Zukunftskongress" beantragen, das wurde abgelehnt. Jetzt organisiert sie einen auf eigene Faust.

Misstöne bei den nö. Grünen: Verkehrssprecherin Amrita Enzinger hatte im Landesausschuss einen Antrag eingebracht, am 17. Februar 2018 einen nö. „Zukunftskongress" abzuhalten. Dieser wurde abgelehnt.

„Ich bin der Meinung, dass es wichtig ist, zeitnah, also kurz nach der NÖ-Wahl zu reflektieren. Es geht darum, Vorschläge zu erarbeiten. Es ist nicht alles rosa. Vielleicht gibt es was zu feiern, dann können wir uns gegenseitig gratulieren", so Enzinger, bei der auch Enttäuschung mitschwingt, nur auf Listenplatz 4 gereiht zu sein: „Ich bin zehn Jahre Abgeordnete, stehe für Kontinuität, habe mir ein Netzwerk aufgebaut." Für die Grünen und ihr 4. Mandat werde sie aber kämpfen.

Die Landtagsabgeordnete wird dennoch auch ein Treffen am 17. Februar in Deutsch-Wagram austragen, auf eigene Faust: „Alle nö. Grünen Funktionäre, aber auch alle Aktivisten sind eingeladen. Es sind alle eingeladen, die etwas beitragen wollen. Ein großer Saal ist gemietet."

Zum Wahlvideo meint sie: „Ich bin kein Star Wars-Fan. Zumindest hat es für Aufmerksamkeit gesorgt. Es hat zwar Spaß gemacht, aber es ist traurig, dass Parteien zu diesen drastischen Maßnahmen greifen müssen, um aufzufallen."

Grünen-Chefin Helga Krismer streicht hingegen hervor, dass das Video sehr gut ankomme, vor allem bei den Jungen: „Alle spielten mit Freude mit." Zum abgeschmetterten Zukunftskongress auf Landesebene sagt die Grünen-Spitzenkandidatin: "Der Bundessprecher wird im Februar einen großen Kongress ausrichten, diesen Termin wollte der NÖ Landesausschuss in seiner Sitzung im Dezember abwarten. Der Landesausschuss hielt fest, dass jetzt der Wahlkampf im Zentrum in Niederösterreich steht."

Zur internen Stimmung meint Krismer: "Sie ist gut, es fühlt sich gut an. Ich bin ganz zuversichtlich." (wes)

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