Mit 130 km/h durch die Halle fliegen

Es ist vermutlich das nächste ganz große Ding in Sachen Rennsport - ein Drohnen-Race! Und Linz ist Vorreiter. Bei uns gibt es jetzt die erste Drohnen-Halle Österreichs. In einer ehemaligen Fleischhalle fliegen jetzt Hochgeschwindigkeits-Drohnen mit bis zu 130 km/h durch die Luft.
Es ist vermutlich das nächste ganz große Ding in Sachen Rennsport – ein Drohnen-Race! Und Linz ist Vorreiter. Bei uns gibt es jetzt die erste Drohnen-Halle Österreichs. In einer ehemaligen Fleischhalle fliegen jetzt Hochgeschwindigkeits-Drohnen mit bis zu 130 km/h durch die Luft.
Es mutet beim ersten Blick höchst eigenartige an, wenn  man den Piloten bei ihrem Job zusieht. Weil die "Dinger" so unglaublich schnell fliegen, tragen die "Sportler" Virtual-Reality-Brille (VR). Die sind mit den kleinen Kameras an den Fluggeräten verbunden – die Piloten sitzen also praktisch im Cockpit.

"Es ist unglaublich faszinierend", schwärmt Andreas Neubauer von seinem Hobby. Der gelernte Flugzeutechniker und Besitzer einer IT-Firma ist einer der Macher des Projekts. Seit vier Jahren ist er den Race-Drohnen verfallen. "Ich habe ein Video gesehen und wollte das auch machen. Als Ausgleich zu meinem Berufsleben", erzählt der 45-jährige Linzer.

Weil er aber keine halbe Sachen machen wollte, wurde er schnell zu einem wichtigen Mann in Sachen Race-Drohnen – auf der ganzen Welt. Neubauer entwickelte die Airgates (Hindernisse, durch die geflogen werden muss), die Actioncam-Hersteller GoPro in den USA dann unbedingt wollte. 

Mittlerweile ist er eine Art Technik-Berater in der Szene und hat am Regelwerk für die Rennserie mitgearbeitet. Jetzt will er Österreich für seinen Sport begeistern. "Es ist nicht einfach – wegen all der Vorschriften, deshalb wollten wir eine fixe Halle haben", sagt er.

Gefunden hat er sie in Linz, in der ehemaligen Fleischhalle der Firma Handlbauer in der Holzstraße. Dort, wo früher GoKarts ihre Runden drehten, donnern jetzt die Drohnen durch die Halle. Renngeräte sind ab 800 Euro zu haben. Vier Minuten dauert ein Rennen und bis zu vier Piloten treten gegeneinander an.

"Derzeit sind in unserem Verein rund 20 Mitglieder, Tendenz steigend", sagt Neubauer. Ab Herbst werden es dann wohl noch mehr werden. Denn dann veranstaltet der am Red-Bull-Ring in Spielberg (Stmk.) den "Air Master World Cup" – im Freien natürlich. Aber bis dahin wird in der Halle trainiert.

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