Zehn Jahre lang musste Larry Page warten, am 4. April ist es so weit: Der Google-Mitgründer wird endlich Google-Chef. Der derzeitige Boss Eric Schmidt wird dem Unternehmen erhalten bleiben.
Die Begründung für die Berufung Schmidts vor zehn Jahren war kurios: Das Unternehmen brauche einen reifen Manager, um die Weltspitze zu erobern. Auf Schmidt trifft diese Bezeichnung definitiv zu: Allein im letzten Quartal des Vorjahres machte Google einen Gewinn von 2,5 Milliarden Dollar - ein Drittel mehr als im Vergleichszeitraum 2009.
"Aufsicht nicht länger nötig"
Am 4. April ist es so weit: Gründungsmitglied Larry Page (37) übernimmt das Ruder im Weltkonzern. Schmidt nimmt's gelassen: "Tägliche Aufsicht durch einen Erwachsenen ist nicht länger nötig", twitterte er mit feiner Ironie.
Auch Google-Gründer Sergey Brin soll verstärkt in eingebunden werden und die Entwicklung neuer Produkte überwachen. Schmidt wird neuer Aufsichtsrats-Boss.
Hintergrund: schnellere Entscheidungen
In Silicon Valley wird der Wechsel mit Erstaunen aufgenommen. Warum zieht sich der überaus erfolgreiche Schmidt eben jetzt zurück?
Laut dem britischen Economist sei die Antwort ganz einfach: Es geht um das Beschleunigen von Abläufen. Schmidt habe mit Page und Brin ein "Triumvirat" gebildet, Entscheidungen wurden einvernehmlich getroffen.
Jetzt, da sich Facebook anschickt, Google vom Thron zu stoßen, brauche es schnellere Entscheidungen - die Page sehr bald allein treffen darf.