Strafzettel aus Kroatien trotz legalem Parkplatz

Das Urlaubsland hat es offenbar auf Österreicher abgesehen, die mit dem Auto reisen. Denn auch Urlauber, die ihr Auto korrekt abstellen, werden zur Kasse gebeten.
Ein kurzer Trip mit dem Auto nach Kroatien. Für viele Österreicher nichts ungewöhnliches. Einfach ein paar Tage entspannen und dem Stress von zu Hause entfliehen. Nach ein paar Jahren trudelt dann plötzlich eine böse Überraschung in den Postkasten: Ein Strafzettel wegen Falschparkens.

"Heute.at" berichtete bereits über die dubiosen "Tischler-Briefe".Jetzt meldeten sich gleich mehrere "Heute"-Leser, denen der Anwalt bekannt vorkam. Auch sie fanden ein Kuvert von Herrn Tischler in ihrem Briefkasten.

Strafzettel auf hoteleigenem Parkplatz

Besonders skurril spielte es sich bei Thomas M. ab: Der Österreicher verbrachte Silvester 2015 mit seiner Frau in Split. Vier Tage lang buchte er das Hotel - inklusive Parkplatz! Dieser war sogar mit Pollern gesichert. Und er hatte dafür bezahlt.

In der Stadt bewegte sich das Ehepaar daher nur zu Fuß. Den Wagen ließen sie unberührt am hoteleigenen Parkplatz. Erst beim Check-out gingen sie wieder zum Auto. Thomas M. umrundete vor der Abfahrt noch sein Fahrzeug. Nicht aber um einen Strafzettel zu suchen, sondern lediglich um sicher zu gehen, dass sein Auto nicht beschädigt wurde. Dann fuhren sie nach Hause

CommentCreated with Sketch.13 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Bis zu 20.000 Fälle in Österreich

Jetzt fand er vor ein paar Wochen ein Kuvert von einem "gewissen" Herr Tischler in seinem Postkasten. In dem Schreiben wird der Österreicher aufgefordert eine Strafe zu zahlen, da er im Urlaub falsch geparkt hat. Zwei Fotos schickte Herr Tischler gleich mit. Die zeigen das Auto auf einem Parkplatz mit Poller. Unter dem Scheibenwischer: Ein Strafzettel.

"Also wenn ich damals wirklich eine Parkstrafe in der Scheibe gehabt hätte, wäre mir das mit Sicherheit

aufgefallen", meint der Wiener gegenüber "Heute.at".

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Dabei handelt es sich um keinen Einzelfall. Der ÖAMTC spricht von rund 15.000 bis 20.000 Fällen, die dieser Masche zum Opfer fallen. Allesamt werden aufgefordert, eine Strafe von knapp 200 Euro zu bezahlen.

Aus diesem Grund empfiehlt der ÖAMTC gegebenenfalls entwertete Tickets bis zu fünf Jahre aufzuheben - für alle Fälle. Auch sei eine Rechtsberatung in Betracht zu ziehen, oder beim Unternehmen in Kroatien selbst anzurufen, um die Situation zu klären. (slo)

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