Mit der Bim die Stadt Wien (neu)entdecken

Sightseeing auf Weanarisch: Ein neuer Reiseführer lädt ein, Wien aus einer ganz neuen Perspektive zu entdecken: Aus der Bim.
Einsteigen, abfahren und aus dem Fenster schauen. So einfach ist das Konzept des neuen Wien-Reiseführers der Autoren Beppo Beyerl und Thomas Hofmann. Die versierten Wien-Kenner laden in ihrem neuen Buch zu einer Entdeckungsreise der besonderen Art. Außer einem gültigen Fahrschein ist nur Interesse und ein wachsames Auge nötig.

Artmann-Gedicht gibt Idee für Reiseführer

Die Idee zu dem Reiseführer kam den Autoren bei der Lektüre des Gedichtbandes "Med ana schwoazzn dintn" von H.C. Artmann. "Darin gibt es ein Gedicht, das den 38er, den 59er und den 71er erwähnt. Damit meint Artmann die drei wichtigsten Stationen im Leben eines Wieners: Die Heurigen in Grinzing, die Irrenanstalt Steinhof und den Zentralfriedhof", erklärt Beyerl gegenüber "Heute".

Ursprünglich sei auch geplant gewesen, das Artmann-Gedicht zum Namensgeber des Buches zu machen. Aber weil es mittlerweile die Linie 59 nicht mehr gebe (sie wurde 1972 eingestellt, Anm.), habe sich auch der Schmäh erledigt.

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In ihrem Buch "Wien entdecken mit der Bim" erzählen Beyerl und Hofmann von der Geschichte der Wiener Straßenbahn und bieten durchaus überraschende Zahlen und Fakten zur Bim. Etwa, dass die Straßenbahnstation der Linie 60 in der Anton-Krieger-Gasse mit 258m über Adria-Niveau Wiens höchstgelegene Haltestelle ist oder dass es in Wien aktuell 1.053 Straßenbahnhaltestellen gibt. Pro Tag sind 400 Bims im Wiener Öffinetz unterwegs und bieten Platz für mehr als 89.000 Plätze.

Die älteste Bimlinie in Wien ist der "5er": Die Linie wurde im Jahr 1897 als erste auf den elektrischen Betrieb umgestellt. Bis auf kleine Änderungen verkehrt der "5er" bis heute auf derselben Strecke wie damals.

29 Bimlinien – 29 verschiedene Wege durch Wien

Für ihren Reiseführer sind die Autoren alle 29 Straßenbahnlinien im Wiener Netz abgefahren und haben die markantesten, interessantesten oder lustigsten Entdeckungen festgehalten. Dazu gehören ehemalige und noch bestehende Gebäude, legendäre Lokale oder persönliche Geschichten von früheren Wien-Bewohnern. Hier spürt der Leser das unglaubliche Wissen der Autoren, die die Besucher auf eine Reise ins "echte, unverfälschte" Wien leiten wollen.

"Die Fahrt mit der Straßenbahn erlaubt uns eine andere Wahrnehmung der Stadt: Intensiv und unmittelbar. Sie lässt uns eintauchen in das Alltagsleben der Stadt und die grandiose Vielfalt der Wiener Stadtlandschaften", erklärt das Autoren-Duo.

Das Buch "Wien entdecken mit der Bim" ist im März 2019 im Styria-Verlag erschienen, hat 176 Seiten und kostet 21 Euro.

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