Mit diesem Eisenrohr wurde Lucile erschlagen

Bild: Landespolizeidirektion Tirol
Im Fall der in Kufstein in Tirol getöteten 20-jährigen Studentin Lucile aus Frankreich haben die Ermittler im Inn die Tatwaffe sichergestellt. Es handelt sich um ein Eisenrohr.
aus Frankreich haben die Ermittler im Inn die Tatwaffe sichergestellt. Es handelt sich um ein Eisenrohr.

Ein derartiges Rohr kommt unter anderem bei der Bedienung von hydraulischen Hebesystemen, aber auch bei Lastkraftwagen zum Einsatz, um die Fahrerkabine anzuheben.

Rohr eindeutig zugeordnet

Zwei Tage nachdem die Leiche der jungen Frau am Innufer in Kufstein gefunden worden war, suchten Taucher den Fluss im Bereich des Fundortes ab. Dabei wurden mehrere Gegenstände sichergestellt. Bei nachträglichen Untersuchungen hat die Eisenstange als Tatwaffe identifiziert werden können, auch wenn keine Fingerabdrücke mehr angehaftet haben.

Das Rohr ist 58 Zentimeter lang, hat einen Durchmesser von 2,3 Zentimetern und ist 1,7 Kilogramm schwer. Am vorderen Ende befindet sich eine Einkerbung, die zum Ablassen des Druckes benötigt wird. Im Bereich der Einkerbung ist die Stange gequetscht. Außerdem sind am hinteren Ende zwei Bohrungen vorhanden, die vermutlich für die Anbringung eines Griffes dienen.

DNA-Ergebnis noch ausständig

Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren. Die Beamten gehen allen Hinweisen nach, die DNA-Analyse der am Tatort gefundenen Spuren ist noch nicht gänzlich abgeschlossen. Diese werden aber aus ermittlungstaktischen Gründen nicht bekannt gegeben.

Vergangene Woche hatten die Ermittler das Phantombild eines dringend Tatverdächtigen veröffentlicht. Der etwa 35 bis 40 Jahre alte und 1,70 bis 1,80 Meter große Mann war von mehreren Zeugen zur Tatzeit in der Nähe des Tatortes im Bereich der Innpromenade gesehen worden. Danach gingen an die 200 Hinweise bei der Polizei ein.

Schläge auf den Kopf

Die Leiche der Französin, die aus der Gegend von Lyon stammte und seit vier Monaten im Rahmen eines Austauschprogrammes in Kufstein studierte, war worden. Freunde und Studienkollegen hatten die junge Frau davor als vermisst gemeldet. Todesursache waren laut Obduktion heftige Schläge auf den Kopf.
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