Mit diesem Trick wirkst du sofort sympathischer

Der "Benjamin-Franklin-Effekt" kann sowohl im privaten als auch beruflichen Kontext angewendet werden. 
Der "Benjamin-Franklin-Effekt" kann sowohl im privaten als auch beruflichen Kontext angewendet werden. istock
Du möchtest, dass dir jemand gut gesinnt ist, mit dem du vielleicht nicht gut auskommst? Dann versuche es einmal mit dem "Benjamin-Franklin-Effekt".

Jeder kennt es: Es gibt Personen, mit denen man sich auf Anhieb versteht, und andere, die einem höchstens ein gezwungenes Lächeln entgegnen. Vor allem im beruflichen Kontext kann man sich oft nicht aussuchen, welche Charaktere aufeinandertreffen. Dort ist es jedoch besonders wichtig, dass die Teamarbeit funktioniert, selbst wenn man nicht auf einer "Wellenlänge" ist. 

Helfen kann hier ein Phänomen aus der Psychologie, das eine Steigerung der Sympathie für das Gegenüber erwirkt. 

Das passiert beim "Benjamin-Franklin-Effekt"

Der sogenannte "Benjamin-Franklin-Effekt" wurde nach dem Gründervater der amerikanischen Staaten benannt, der eine bestimmte Taktik anzuwenden wusste, wenn er sich mit politischen Gegnern in einer Debatte befand und diese auf seine Seite bringen wollte. 

So trug es sich einmal zu, dass er einen von ihm bezeichneten "Gentleman mit Reichtum und Bidlung" von seinen Ideen überzeugen musste, weil er vermutete, dieser würde bald einen großen Einfluss in der Regierung haben. Dazu fragte er ihn, ob er sich eines der Bücher aus seiner Bibliothek ausborgen dürfe. Eine Woche später brachte er ihm das Buch mit einem Dankesbrief zurück. Der Gentleman war geschmeichelt und seit diesem Zeitpunkt immer freundlich zu ihm. Bis zu Franklins Tod blieben die beiden freundschaftlich verbunden. Begonnen hatte alles mit einer Bitte. 

Diese Geschichte zeigt, dass uns Menschen sympathischer sind, denen wir helfen. Wie die Ergebnisse einer Studie nahelegen, liegt das nicht zuletzt daran, dass wir jemanden, dem wir einen Gefallen tun, nicht hassen wollen. Zugleich nimmt der Mensch an, dass Menschen, die nach Hilfe fragen, unsere Freundschaft im Sinn haben. 

Die Studie aus dem Jahr 1969 spielt drei unterschiedliche Szenarien durch. Ein Drittel der Teilnehmer wurde vom Labor-Assistenzen erzählt, dass die Abteilung kein Geld mehr hatte und sie deswegen baten, dass erhaltene Geld zurückzugeben. Ein zweites Drittel wurde vom Studienleiter selbst darauf angesprochen - mit der Version, dass er für die Studie gezahlt hatte. Deswegen bat er die Teilnehmer, auch das Geld zurückzugeben. Das letzte Drittel durfte das Geld behalten. Das interessante Ergebnis: Die Teilnehmenden mochten den Forscher am meisten, wenn sie ihm dem Gefallen tun konnten.

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