Auch Ende Februar sind immer noch über eine halbe Million Menschen erwerbsarbeitslos. Nur die rund 400.000 in der verlängerten Kurzarbeit verhindern Schlimmeres. Viele Unternehmen retteten sich bisher mit Rücklagen über die Runden, doch diese werden nach und nach aufgebraucht.
Was droht, ist die größte Insolvenzwelleder Geschichte. Der Österreichische Gewerkschaftsbund ist alarmiert. Präsident Wolfgang Katzian schlägt im Interview mit der "Kronen Zeitung" überraschende Tricks vor, wie das effizient und billig verhindert werden könnte.
Das Wundermittel soll den Namen Comeback-Beteiligungsfonds tragen. "Wir wollen den vielen Firmen, die ihre Schulden beim Finanzamt oder bei der Sozialversicherung oder bei den Banken nicht rechtzeitig zurückzahlen können insofern helfen, als wir diese Schulden in Beteiligungen umwandeln", so Katzian.
"Dann haben die Firmen bis zu sieben Jahre Zeit, wieder auf einen positiven Kurs zu kommen, und die Arbeitsplätze bleiben erhalten."
Dabei sind aber auch gewisse Auflagen notwendig. So dürfte es zu keinem Abbau von Personal kommen, auch hohe Bonuszahlungen an Manager wären tabu. "Die Firmen könnten ihr Geschäft lenken wie bisher, aber sie hätten finanziell wieder den Rücken frei und könnten ihr wertvolles Personal behalten."
Bereits in Kürze soll diese Idee mit Wirtschaftskammer-Präsident Harald Mahrer erörtert werden. "Im Kern geht es darum, möglichst viele Arbeitsplätze zu erhalten, vorrangiges Ziel ist immer die Weiterführung der Unternehmen", so Katzian.