Mit dieser Wutrede will Kickl die Impfpflicht kippen

Bemühte sich, andere Parteien gegen die Impfpflicht aufzubringen: FPÖ-Chef Herbert Kickl.
Bemühte sich, andere Parteien gegen die Impfpflicht aufzubringen: FPÖ-Chef Herbert Kickl.Lisa Leutner / AP / picturedesk.com / Symbolbild
"Entsetzt, erschüttert, fassungslos und schockiert" ist FPÖ-Chef Herbert Kickl von der Impfpflicht. In der Wutrede versprach er, ungeimpft zu bleiben.

Für FPÖ-Chef Herbert Kickl startete am Donnerstag kurz nach 14 Uhr eine "historische Debatte" – nämlich jene zur Impfpflicht, bevor das entsprechende Gesetz im Nationalrat ebenfalls noch am Donnerstag beschlossen wird. "Ich bin entsetzt, ich bin erschüttert, ich bin fassungslos, ich bin schockiert", so Kickl. Er gehe davon aus, dass in Österreich "Millionen von Menschen" so empfinden würden wie er, so der freiheitliche Parteichef.

Laut Kickl sei es ein "gigantischer Anschlag auf die Freiheit der Österreicherinnen und Österreicher, ein Attentat auf die Menschenwürde der österreichischen Bevölkerung". Die Regierung agiere verantwortungslos, so der FPÖ-Chef, die Opposition von SPÖ und NEOS stimme willfährig und deren Parteimitglieder seien "in Geiselhaft ihrer Parteivorsitzenden". "Totalitarismus" werde mit der Impfpflicht der Weg geebnet, es komme zu einem "Gesundheitskommunismus", so Kickl.

"Versprechen, dass ich ungeimpft bleibe"

Der Gesundheitsminister würde laut Kickls Erwartungen in Zukunft vorgeben, was gut für die Masse sei, "und wer sich nicht daran hält", werde "wie ein Verbrecher verfolgt" werden, so Kickl. Die FPÖ-Politiker seien die einzigen, "die bei diesem Irrsinn nicht mitmachen", er sei stolz, Chef der FPÖ zu sein, sagte Kickl. Durch die Impfpflicht, die in Wahrheit ein "Impfzwang" sei,  gebe es ein "totales Ausgeliefertsein und die totale Ohnmacht" bei den österreichischen Bürgern.

Die Freiheitlichen würden zwar mit dem Protest gegen die Impfpflicht im Nationalrat die Minderheit sein, "draußen", also bei den Protesten auf der Straße, sei man aber bereits die Mehrheit, behauptete Kickl. Die verantwortlichen Politiker würden ihrer "gerechten Strafe morgen nicht entkommen" und man werde die Impfpflicht bürokratisch zu Fall bringen, so zwei seiner Versprechen. Und das dritte Versprechen war gleich ein angekündigter Gesetzesbruch: das "Versprechen, dass ich ungeimpft bleiben werde".

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