"Wir schließen niemanden aus der Innenstadt aus, aber es geht darum, dass das Durchfahren durch die Stadt schwieriger wird", mit diesen Worten stellte der zuständige Verkehrsstadtrat Wolfgang Sageder (SPÖ) der Traunseestadt seine Pläne vor.
Denn auch Gmunden hat Probleme mit dem Individualverkehr. Alleine durch das historische Trauntor "quälen" sich 18.000 Fahrzeuge – täglich. Die Zahl soll nun zumindest halbiert werden, so das hochgesteckte Ziel.
Und so will man das schaffen:
Wenn ab September die Straßenbahn das Zentrum der Stadt durchquert, wird eine Begegnungszone (zwischen Klosterplatz und Graben) entstehen. Dadurch erhofft man sich eine "beachtliche Verkehrsberuhigung", so Sageder in den OÖN.
Straßenbahn soll gratis sein
Der Stadtrat geht aber noch einen Schritt weiter. Um den Menschen den Umstieg auf die Bim schmackhaft zu machen, soll die Straßenbahn im Innenstadtbereich gratis sein. Sie wird zudem in einem 15-Minuten-Takt fahren.
Auch die Radfahrer kommen auf ihre Kosten, denn es werden neue Radwege gebaut. Beim Strandbad kommt im Sommer eine 30-km/h-Zone hin und am Rathausplatz dürfen künftig auch im Winter keine Autos fahren und parken.
An der Bahnstation Engelhof wird eine Park&Ride-Anlage gebaut, natürlich mit Öffi-Anschluss ins Zentrum der Traunseestadt.
Mit diesen mutigen Plänen könnte Gmunden ein Vorbild für viele andere Städte mit ähnlichen Verkehrsproblemen werden.
(gs)