Der 22-jährige Rad-Shootingstar war der erste Afrikaner, der eine Etappe bei der Italien-Rundfahrt für sich entscheiden konnte, schrieb damit ein Stück Radsport-Geschichte. Doch nur einen Tag später ist der 105. Giro für Girmay bereits wieder beendet. Aus einem mehr als ungewöhnlichen Grund.
Der Radprofi schoss sich bei der Ehrung nach der Etappe über 196 Kilometer von Pescara nach Jesi versehentlich den Korken der Sektflasche ins Gesicht. Und verletzte sich am linken Auge. Der Radprofi wurde sofort im Krankenhaus behandelt, konnte allerdings noch am Dienstagabend ins Mannschaftshotel zurückkehren.
An ein Weiterfahren war jedoch nicht zu denken. Girmay trat zum elften Teilstück der Italien-Rundfahrt über 203 Kilometer von Santarcangelo di Romagna nach Reggio Emilia nicht mehr an.
"Was passiert ist, ist ein bisschen traurig. Ich muss das Auge weiter schonen", erklärte Girmay in einer Videobotschaft seinen Abschied vom Rad-Klassiker.