Prozess nach Anschlag auf Linzer Regierungs-Büro

Eine vermeintliche Panne eines Getränke-Automats war in Wirklichkeit ein Anschlag auf das Büro der Landesregierung. Ein Ex-Mitarbeiter steht heute vor Gericht.
Mitarbeiter des Bürgerservice in der Linzer Innenstadt klagten am 27. Juni dieses Jahres über beißenden, komischen Geruch. Sechs Rettungsautos und ein Notarztwagen rückten damals zum Büro der Landesregierung in der Promenade 33 an.

Insgesamt mussten 13 Mitarbeiter ins Spital gebracht werden. Einsatzkräfte berichteten vor Ort, dass vermutlich ein defekter Getränkeautomat Schuld am Gasaustritt war.

Doch nach "Heute"-Recherche stellte sich nun die vermeintliche Panne als Anschlag heraus. Erst auf weitere Nachfrage bestätigte die Polizei den genauen Hergang. "Ein Mann hantierte im Gebäude mit einer Pfefferspray-Pistole", so die Pressestelle. Nun steht der Mann vor Gericht.

CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch. Gruppenleiterin bedroht

Bei dem Beschuldigten handelt es sich um einen Ex-Mitarbaiter des Regierungs-Büros. Schon Monate zuvor hat der 37-Jährige laut Staatsanwaltschaft gegenuber früheren Mitarbeitern eine Gruppenleiterin gefährlich bedroht. So soll er zum Beispiel gesagt haben: "Ihr gehört der Kopf abgehackt."

Am 27. Juni machte er dann Ernst. Wie der Staatsanwalt berichtet, soll er an seinem Ex-Arbeitsplatz eine mitgebrachte Pfefferspray-Pistole aus seinem Rucksack gezückt haben.

Er habe damit hantiert. Kurz danach löste sich ein Schuss aus der Waffe. Dadurch soll es zum Austritt einer Wirkstoffladung

von Reizgas gekommen sein.

13 Mitarbeiter mussten daraufhin mit leichten Verletzungen ins Spital gebracht werden, ließen sich durchchecken.

Der mutmaßliche Schütze steht am Donnerstag in Linz vor Gericht. Ihm droht bis zu einem Jahr Gefängnis.



(mip)

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