Frauen gefilmt

Mit Sex für Drogen bezahlt – 10 Jahre Haft für Dealer

Seit 2020 soll ein 66-Jähriger mit Kokain und anderen Substanzen gehandelt und drei Frauen für sexuelle Handlungen ausgenutzt haben. 
Österreich Heute
06.12.2023, 15:43
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Für sein Handeln mit Kokain, Drogenersatzpräparaten und psychotropen Substanzen und dem Ausnutzen der Suchtgiftabhängigkeit der drei Frauen für sexuelle Handlungen wurde der Mann zu zehn Jahren Haft verurteilt. Er akzeptierte die Strafe, das Urteil ist rechtskräftig. 

Frauen in Zwangslage ausgenutzt

"Normalerweise verlang i von Frauen nix", soll der Angeklagte laut "APA" vor dem Wiener Straflandesgericht gesagt haben. Gratis hatte er den Frauen die Substanzen aber auch nicht überlassen, sondern ließ sich quasi durch sexuelle Handlungen mit ihnen "bezahlen". Laut Staatsanwältin sei es in der Szene ein offenes Geheimnis gewesen, das man beim Angeklagten Drogen gegen Sex bekommt. 

Viele Frauen hätten dieses Angebot auch bereitwillig in Anspruch genommen. Das ist dann laut Sexualstrafrecht auch nicht strafbar. Anders sieht es aber im Fall von drei, wesentlich jüngeren Frauen aus. Sie waren zum Teil obdachlos, also in einer Zwangslage. Für sie habe es keine anderer Möglichkeit gegeben, als auf das Angebot einzugehen, so die Staatsanwältin.

Sex mit Handy gefilmt

Der 66-Jährige wurde daher wegen Verletzung der sexuellen Selbstbestimmung angeklagt. Bei zwei der drei Betroffenen ging es zusätzlich auch um sexuellen Missbrauch einer wehrlosen Person. Die beiden Frauen hatten in der Wohnung des Angeklagten übernachtet. Als sie in Folge ihres Drogenkonsums teilweise am Rand der Bewusstlosigkeit wahren, hatte der 66-Jährige mit ihnen Geschlechtsverkehr. 

Das filmte er auch auf seinem Handy und speicherte das Material. Dieses konnte auch sichergestellt werden, so die "APA". Der Mann hatte seit den 1970er-Jahren bereits 25 Vorstrafen angesammelt, er war aber geständig Sex als Zahlungsmittel benutzt zu haben. Warum er dabei gefilmt hatte, konnte er nicht erklären. Er bestreitet aber, die Frauen in einem wehrlosen Zustand missbraucht zu haben. Das Gericht schätzte die Frauen als absolut glaubwürdig ein. Zwei von ihnen hatten ausgesagt, die dritte war nicht erschienen. 

Mann verkaufte Drogen, um Miete zu zahlen

Der Mann hatte laut Anklage über ein Kilogramm Kokain und mindestens 800 Substitol-Tabletten verkauft. Die Tabletten sind ein Drogenersatzpräparat, welches er selbst in der Apotheke bezogen hatte, um seine eigene Sucht in den Griff zu kriegen. Als er das geschafft hatte, holte er die Tabletten trotzdem weiter aus der Apotheke und handelte damit. Als Grund gab er an, dass er eine Miete von 750 Euro pro Monat bezahlen müsse. 

Die Bilder des Tages

Das Kokain kaufte er um 70 Euro pro Gramm, verkaufte es dann um 100 Euro pro Gramm. Das Suchtgift, dass bei der Festnahme bei ihm gefunden wurde, wurde untersucht und wies einen Reinheitsgehalt von 79,6 Prozent auf. 

{title && {title} } red, {title && {title} } 06.12.2023, 15:43
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