Wirtschaft

Mit Stil bewerben

Worauf es beim Vorstellungsgespräch ankommt - Prof. Thomas Schäfer-Elmayer hat die Antworten.
Heute Redaktion
14.09.2021, 16:32

Worauf es beim Vorstellungsgespräch ankommt – Prof. Thomas Schäfer-Elmayer hat die Antworten.

Stellt euch selbst Fragen zum eigenen Berufsziel:

1. Welche Arbeiten, Aufgabenbereiche interessieren mich?

2.Welche Branchen, Unternehmen und Unternehmensbereiche bieten sich dafür an?

3. Wo würde ich am liebsten, zweitliebsten etc. arbeiten, und in welchen Funktionen (Prioritätenlisten)?

4. Welche Branchen, Tätigkeiten kommen nicht in Frage?

5. Welche beruflichen Ziele möchte ich erreichen?

Tipps für die schriftliche Bewerbung: Heute ist es viel leichter, sich über Branchen und Unternehmen zu informieren (Homepage, Medienberichte, veröffentlichte Daten des Unternehmens und der Branche, Werbung des Unternehmens usw.). Dies müssen wir nutzen, um unsere schriftliche Bewerbung entsprechend maßgeschneidert zu überarbeiten und um uns auf das Bewerbungsgespräch vorzubereiten. Wer sich bei einer Firma bewirbt, sollte beispielsweise die Namen der Menschen kennen, die das Unternehmen leiten, sich über die Produkte informieren, die Marktlage und Prognosen für die Branche kennen. Wer möglichst viel über sein Gegenüber weiß, ist im Bewerbungsgespräch von vornherein sicherer, versteht manche Anmerkungen besser und ist daher eher in der Lage, einen guten Eindruck zu machen.

Die schriftliche Bewerbung sollte per Mail übersandt werden. Ein vorausgehender Anruf kann klären, welche Anforderungen das Unternehmen hat und wer Ansprechpartner ist. Manchmal gibt es detaillierte Vorgaben, die genau zu erfüllen sind.

Grundsätzlich sollte die schriftliche Bewerbung Folgendes umfassen:

1. Ein kurzes Bewerbungsschreiben mit einem guten Passbild.

2. Einen stichwortartigen Lebenslauf, beginnend bei der heutigen Situation und bis zum Ausbildungsstart zurückreichend. 3. Zeugnisse.

Wer das Glück hat, zu einer persönlichen Vorstellung von einem potenziellen Arbeitgeber eingeladen zu werden, sollte diese Chance nutzen, indem sie oder er:

1. für ein gepflegtes und der angestrebten Aufgabe entsprechendes Äußeres Sorge trägt;

2. unbedingt überpünktlich (10 bis 15 Minuten zu früh) eintrifft;

3. die Bewerbungsunterlagen in einer Mappe mitbringt;

4. sich ganz natürlich gibt, weil man als Bewerber/in nicht wissen kann, welche Art von Charakter für die Position gesucht wird;

5. seine Umgangsformen beherrscht, weil es beim Bewerbungsgespräch in erster Linie auf das Benehmen ankommt;

6. sich verbal gut vorbereitet, indem das Bewerbungsgespräch überlegt und Antworten auf zu erwartende Fragen vorformuliert werden, ohne sich daran anzuklammern –schließlich kann ja alles auch ganz anders kommen und dann muss flexibel reagiert werden;

7. aufmerksam zuhört und selbst Fragen stellt, damit man sich selbst auch ein genaueres Bild von dem möglichen Arbeitsplatz machen kann;

und 8. auch beim Verabschieden den freundlichen Blickkontakt und den Dank für das Gespräch nicht vergisst.

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