Ein Mitarbeiter eines Finanzamts in Schleswig-Holstein ist am Montag von einem Kunden niedergeschossen worden. Er starb kurz darauf in einem Krankenhaus. Der leicht verletzte Todesschütze hatte zuvor in einem Brief die Finanzbehörde attackiert, die er für seine finanzielle Misere verantwortlich machte.
Der 58-jährige Angestellte der Behörde in Rendsburg traf um 10 Uhr mit einem "Beschwerdeführer" zusammen. Laut "Kieler Nachrichten" handelte es sich um einen 55-jährigen Steuerberater aus der Region. Angeblich wollte er sich über einen überhöhten Steuerbescheid beschweren.
Opfer starb kurz nach Attentat
Nach einem Wortgefecht soll er eine Beretta-Pistole gezogen und auf den Finanzbeamten geschossen haben. Das Opfer wurde so schwer verletzt, dass es wenig später im Spital starb.
Der mutmaßliche Schütze wurde noch im Finanzamt festgenommen. Die Abläufe der Tat und die möglichen Motive des Schützen sind noch unbekannt. Die Beamten sicherten Spuren in dem Gebäude.
Brief an von ihm getrennte Frau
Der Steuerberater besaß als Jäger mehrere Waffen. Ob er die Gewalttat in dem Schreiben angekündigt hat, blieb zunächst offen. Der Brief wurde im Privathaus des mutmaßlichen Täters in Fockbek gefunden. Adressiert ist der Brief an seine von ihm getrennt lebende Ehefrau.