Mitarbeiter-Mangel in Velden: "Es ist eine Katastrophe"

Am Wörthersee ist der Personalmangel in der Gastronomie nach der Pandemie ein großes Problem.
Am Wörthersee ist der Personalmangel in der Gastronomie nach der Pandemie ein großes Problem.
Getty Images
Gastronomen am Wörthersee zeigen sich derzeit verzweifelt. Es fehlen rund 350 Mitarbeiter. Betriebe müssen tageweise schließen.

Die Gäste sind zwar wieder da, doch es fehlt an Fachkräften, um die Touristen zu bedienen. Laut einer Schätzung einzelner Gastronomen fehlen rund 350 Fachkräfte in der Küche und im Service alleine rund um den Wörthersee. Die Wirtschaftskammer Kärnten sieht "eine dramatische Entwicklung" für die Branche. Besonders betroffen ist derzeit das beliebte Urlauberziel Velden.

In der "Kleinen Zeitung" schildert Wirt Peter Herritsch, Chef des "Aqua Velden", wie schlimm es nach der Pandemie nun ist: "Wir schaffen es nicht mehr. Kommt uns ein Mitarbeiter abhanden, ist es inzwischen ein Ding der Unmöglichkeit, diesen nachzubesetzen. Wir müssen uns als Unternehmer um Mitarbeiter bewerben und nicht umgekehrt." 100 Plätze bleiben in seinem Lokal unbesetzt, "eine Katastrophe."

"Der Lockdown hat uns den Rest gegeben"

Das bestätigt auch Marcel Vanic, haubenkoch im nahegelegen Casino Velden. "Das Image dieser Branche ist zerstört, der Lockdown hat uns den Rest gegeben. Das AMS schult Leute um und lässt diverse Argumente gegen einen Arbeitsantritt durchgehen“, sagt er.

Beim AMS Kärnten gibt es derzeit 1948 offene Stellen, 811 suchen Arbeit in der Gastronomie. WK-Fachgruppenobmann Stefan Sternad warnt: "Noch nie waren so viele Betriebe in der Hochsaison zu so vielen Ruhetagen gezwungen. Es geht einfach nicht mehr, das gewohnte Programm zu fahren."

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