Mitsubishi Outlander PHEV im Test: Groß aber sparsam

Mit dem Outlander als Plug-in-Hybridfahrzeug hat Mitsubishi ein gelungenes SUV auf die Beine gestellt, das richtig eingesetzt sparsam im Betrieb ist.

Im Outlander PHEV arbeiten ein 2,4 Liter großer Benzinmotor mit 99 kW (135 PS), ein Elektromotor vorne mit 60 kW (82 PS) und ein Elektromotor hinten mit 70 kW (95 PS). Das ergibt eine maximale Systemleistung von 165 kW (224 PS).

Ein Plug-in-Hybridantrieb soll ja dabei helfen, den Benzinverbrauch zu drücken und auf kurzen Strecken sogar ganz günstig da nur mit Strom unterwegs zu sein. Dem Outlander gelingt das. Wer allerdings oft lange Strecken auf der Autobahn unterwegs ist, der hat nichts davon und braucht um die 10 Liter pro Hundert Kilometer, weil die kleine Batterie mit 13,8 kWh recht schnell leer ist.

Ohne Sprit

Ist man aber im Stadtgebiet oder nur kurze Strecken Überland unterwegs, spart man: Der kurze Weg zum Kindergarten, zum Supermarkt oder in die Arbeit kann oft rein elektrisch bewältigt werden. Die Reichweite beträgt dabei zwar nur etwa 40-45 Kilometer, doch für solche eher kurzen Fahrten reicht das. Und danach hängt man den Outlander wieder zum Laden an und selbst mit der herkömmlichen 220 Volt Haushaltssteckdose ist die Batterie in vier Stunden voll. An der Ladesäule geht das natürlich deutlich schneller: Da reicht sogar schon etwas mehr als eine halbe Stunde. Wer also nur kurze Wege zurücklegt, kann den Outlander PHEV stets relativ rasch laden und braucht so gut wie keinen Sprit.

Wenn Benzin- und die Elektromotoren zusammen arbeiten, dann bleibt man problemlos unter sechs Liter pro 100 Kilometer. Ein guter Wert für ein SUV mit zwei Tonnen Gewicht und 1,71 Meter Höhe. Wenn wir schon bei den Maßen sind: Der Outlander PHEV ist 4,66 Meter lang und hat einen Radstand von 2,67 Meter. Hört sich jetzt nicht nach extrem viel Platz an, doch die Beinfreiheit ist hinten gut und man sitzt sehr bequem, wie uns mehrere Passagiere bestätigt haben.

Psssst!

Auch vorne sitzt man angenehm hoch, das Lenkrad kann aber recht tief eingestellt werden - eine optimale Kombination. Das Innendesign ist sehr ansprechend und alle Tasten, die man oft braucht, sind gut zu erreichen. Was aber hingegen nervt, ist dass der Wagen ständig piepst, wenn man einsteigt oder aussteigen will. Man hat den Motor noch nicht einmal gestartet und der Outlander piepst, weil man sich noch nicht angeschnallt hat. Man stellt den Motor aus und hat den Automatikhebel noch nicht auf "P" und der Outlander piepst. Oft weiß man aber gar nicht, was der Wagen gerade wieder will.

Der Outlander PHEV hat einen serienmäßigen Allradantrieb und kann auch Gelände. Die Einstiegsversion Intense beginnt bei 39.995 Euro, allerdings bietet Mitsubishi derzeit einen Bonus von 5.000 Euro, da sich der Wagen wegen der rein elektrischen Reichweite von weniger als 50 Kilometer nicht für den neuen Mobilitätsbonus qualifiziert. Wir fuhren die Spitzenausführung Diamond, deren Listenpreis 48.495 Euro beträgt.

Die wartet dann natürlich mit zusätzlicher Ausstattung wie Licht- und Regensensoren, adaptivem Tempomaten, 360-Grad-Kamera oder elektrischer Heckklappe auf. Unterm Strich ist leicht nachzuvollziehen, wieso der Outlander PHEV Europas meistverkauftes Plug-in-Hybridfahrzeug mit weit über 100.000 verkauften Einheiten ist.

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