Mödling: Protest im Bad und Badehosen-Verteilung

Das im Mödlinger Bad verhängte Badeverbot für Migranten ohne Begleitperson hat am Sonntag zu einer Badehosen-Sammelaktion des Vereins Connect Mödling geführt. Mehrere Menschen versammelten sich außerdem zum gemeinsamen Schwimmen, um gegen das Verbot zu protestieren.

Das im Mödlinger Bad verhängte geführt. Mehrere Menschen versammelten sich außerdem zum gemeinsamen Schwimmen, um gegen das Verbot zu protestieren.

Seit September 2015 setzt sich das Bürgernetzwerk für die Unterstützung und Integration von Flüchtlingen ein. Die ehrenamtlichen Helfer, die regelmäßig Aktivitäten für in der Stadt Mödling lebende Menschen organisiert, über das Badeverbot entsetzt und beschwert sich darüber, nicht von bestehenden Problemen in Kenntnis gesetzt worden zu sein.

Der Standpunkt von Connect Mödling ist, dass der Bademeister zwar befugt sei, einzelne Personen zu verwarnen oder bei Missachtung der Badeordnung zu verweisen, es aber nicht akzeptabel sei, alle über einen Kamm zu scheren. "Die Forderung nach einer entsprechenden (Inländer-)Begleitung für alle 'Menschen mit Migrationshintergründen' können wir nicht hinnehmen", hieß es in einem Statement des Vereins.

Badehosen-Sammelaktion

Einer der Vorwürfe des Bades war, dass sich die Besucher in Straßenkleidung im Bad bewegen und keine Badehose tragen. Daher riefen Unterstützter von Connect Mödling am Sonntag zum Sammeln von Badehosen auf, die danach vor dem Bad verteilt wurden.

Nach einem weiteren privaten  zur "Schwimmparty für Alle!" gingen einige Menschen verschiedener Herkunft gemeinsam schwimmen. Die Betroffenen hielten vor dem Bad Schilder mit der Aufschrift "Wir dürfen nicht hinein!" in den Händen und zeigten ihre Ausweise.

Multikultureller Schwimmbadbesuch

Danach bedankte sich die Organisatorin für die Solidarität der Unterstützer. Sie richtete folgende Worte an die Leitung des Schwimmbades: "Lieber Stadtbadleiter Robert Mayer wir hatten eine wundervolle Zeit und hoffen dass sie nicht noch einmal auf die Idee kommen Baderegeln aufzustellen die gegen die Offenheit und Gleichheit einer Gesellschaft arbeiten."

Die Aktion hatte nicht nur Fans, wie in den Facebook-Postings auf der Veranstaltungsseite zu lesen war. Während einige Bürger die Baderegeln verteidigen, sind einige Gegner des Verbots der Meinung, dass die Aktion dem Bad ein gutes Geschäft beschert hat - sie hätten einen Boykott bevorzugt.

 

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