"Mörder!" Pferd eingeschläfert, Reiter wird attackiert

Robin Godel
Robin GodelImago Images
Nachdem sein Pferd "Jet Set" bei den Olympischen Spielen eingeschläfert werden musste, wird Reiter Robin Godel mit Hass überschüttet. 

Der 14-jährige Wallach hatte sich beim Geländeritt im Vielseitigkeitsbewerb eine schwere Bänderverletzung zugezogen, war daraufhin eingeschläfert worden. "Das Pferd am Leben zu lassen, wäre nicht zu dessen Wohl gewesen", hatte der Schweizer Team-Tierarzt Dominik Burger im "Blick" erklärt. 

Godel hatte sich daraufhin in einem Instagram-Posting emotional vom 14-jährigen Wallach verabschiedet. Daraufhin war allerdings eine Hass-Welle auf den Schweizer Reiter niedergegangen. Godel wurde als "Tierquäler" und "Mörder" bezeichnet. Mittlerweile hat der 22-jährige Vielseitigkeitsreiter das Posting schon wieder gelöscht. 

"Huf schwabbelte herum"

"Unterhalb des Fesselgelenks und oberhalb des Hufes hat das Pferd drei Bänder. Die sind alle gerissen. Der Huf schwabbelte nur noch herum", erklärte der Veterinärmediziner weiter. Deshalb sei eine Einschläferung unumgänglich gewesen. Ein Pferd könne schließlich nicht wie ein Mensch auf Krücken gehen. "Das Pferd wird zuerst in Narkose versetzt und bekommt später die Spritze, die den Herzschlag verlangsamt", erklärte Burger. 

Der Reiter hatte sich in den letzten Minuten rührend um sein Pferd gekümmert. "Er hat das Tier bis zur Einschläferung begleitet. Es war traurig und belastend, aber es war wichtig für ihn. dabei zu sein", berichtete der Tierarzt weiter. 

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