Mögliches Anschlagsziel soll Wiener U-Bahn gewesen s...

Bild: Lisi Niesner

Bei einer eilig einberufenen Pressekonferenz am Freitagabend gab Innenminister Wolfgang Sobotka erste Informationen zur Festnahme einer Terrorverdächtigen in Wien-Favoriten bekannt. Noch in der Nacht auf Samstag wurde er konkreter und nannte Details - ein mögliches Anschlagsziel des mutmaßlichen Terroristen (18) sei die Wiener U-Bahn Mitte Jänner gewesen.

Klar sei, dass ein potenzieller Anschlag vereitelt wurde, so Sobotka. Der 18-Jährige wurde nach einer "ein bis vier Tage" dauernden Observation in der Rotenhofgasse in Wien-Favoriten am Freitagnachmittag festgenommen. Es handle sich um einen Österreicher mit Migrationshintergrund "aus der albanischen Gemeinschaft", der in Wien seinen festen Wohnsitz habe. Bei der Festnahme kam die Cobra zum Einsatz, die Aktion sei problemlos verlaufen.

Laut Sobotka könnte ein radikalsalafistischer Hintergrund vorliegen und es soll Hinweise geben, "dass ein etwas größeres Rahmenwerk dahintersteht". Als ein mögliches Terrorziel nannte der Innenminister die U-Bahn. Ermittler seien derzeit damit beschäftigt, "die Wege, die der Täter in den letzten Jahren genommen hat, und auch das Täterprofil" zu erstellen. Hinweise aus dem Ausland hätten zur Festnahme geführt.

Konrad Kogler, Generaldirektor für die öffentliche Sicherheit im Innenministerium, erklärte gegenüber "Ö1", dass ein Anschlag "sehr zeitnah" geschehen hätte können. Neben der U-Bahn liege der polizeiliche Fokus auch auf "belebten Plätzen". Bei Hausdurchsuchungen seien Mobiltelefone und Computer sichergestellt worden, die nun ausgewertet werden. 

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