"Mohrenbräu": Das sagt Brauerei zu Rassismus-Vorwürfen

Der Firmensitz von Mohrenbräu in Dornbirn, Vorarlberg.
Der Firmensitz von Mohrenbräu in Dornbirn, Vorarlberg.picturedesk.com
Nach einer Flut von Rassismusvorwürfen gegen die Mohrenbrauerei hat das Unternehmen jetzt seine Kanäle in den sozialen Medien eingestellt.

Schon seit längerer Zeit wird die Dornbirner Mohrenbrauerei wegen ihres Logos kritisiert. Nun musste die Brauerei die Reißleine ziehen und sich vorerst aus den sozialen Medien zurückziehen. Die Verantwortlichen veröffentlichten auf Instagram sowie Facebook eine Stellungnahme.

Darin steht: "Wir kennen selbstverständlich diese Diskussion und verstehen, dass unser Logo manche Menschen irritiert. Die Mohrenbrauerei steht für Toleranz und lehnt Rassismus ganz entschieden ab." Das Unternehmen fordert eine sachlichen und respektvollen Dialog. Dieser sei allerdings derzeit nicht möglich. Im Beitrag heißt es weiter: "Wir sehen uns gezwungen, unseren Kanal vorübergehend stillzulegen."

Wie "Vol.at" schreibt, wurden die Mitarbeiter der Brauerei als "Dreckspack" und "Nazis" bezeichnet. Der Geschäftsführer der Mohrenbrauerei, Thomas Pachole, sagt, dass diese Vorwürfe besonders für die Mitarbeiter sehr belastend seien. Im Betrieb arbeiten laut eigener Aussage Menschen aus elf Nationen. Eine Namensänderung oder eine Anpassung des Wappens kommt für die Mohrenbrauerei nicht infrage. "Wir diskutieren dieses Thema immer wieder, haben uns aber entschlossen, die Marke in ihrer traditionellen Darstellung beizubehalten."

Onlinepetition eingerichtet

Das Unternehmen klärt nochmals auf, warum das Wappen der Brauerei einen Menschen mit schwarzer Hautfarbe zeigt. Der Name und das Familienwappen stammen von Josef Mohr, der 1834 ein Gasthaus mit Brauerei eröffnete. Die Zeichnung basiert auf dem heiligen Mauritius. Das Unternehmen gibt zu: "Natürlich gab es damals einen anderen Umgang mit Menschen anderer Hautfarbe und Kultur." Einen rassistischen Gedanken soll es jedoch bei der Gründung und auch heute nicht geben.

Mittlerweile hat das Unternehmen Hilfe aus dem Internet erhalten. Eine Onlinepetition wurde eingerichtet. Der Initiator schreibt: "Rettet die Tradition des seit 1834 bestehenden Familienunternehmens. Nur Unwissende und Mohrenbräu-Gegner bezeichnen dieses Logo als rassistisch." Mittlerweile haben über 7.000 Personen die Petition unterschrieben.

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