Vor allem zwischen 10 und 11 Uhr vormittags ereigneten sich 2016 die meisten Arbeitsunfälle. Besonders gefährdet ist die Gruppe der 25- bis 34-Jährigen, Männer sind doppelt so häufig betroffen wie Frauen.
Insgesamt ist laut der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt (AUVA) im Jahr 2016 die Unfallrate in Wien gesunken. In der Bundeshauptstadt gab es im Vorjahr 16.414 Arbeitsunfälle, 117 Fälle weniger als 2015. Seit 2010 gab es insgesamt einen Rückgang von 13,8 Prozent. Auf 1.000 unselbstständig Erwerbstätige kamen in Wien im Vorjahr 17,5 Arbeitsunfälle (ohne Wegunfälle). Damit liegt die Unfallrate unter dem österreichischen Durchschnitt (24,6 Arbeitsunfälle).
Die gefährlichste Branche
Die laut Statistik gefährlichste Branche in Wien ist mit 2.562 Arbeitsunfällen die Baubranche mit dem Bau-Nebengewerbe. Neben den vergleichsweise hohen Unfallzahlen werden hier auch die meisten schweren Unfälle verzeichnet. Auch Handwerker (4.138 Unfälle), Dienstleister und Verkäufer (3.744 Unfälle) sowie Hilfsarbeitskräfte (2.631 Unfälle) sind besonders gefährdet.
Branchenübergreifend waren 2016 in Wien die häufigsten Unfallursachen der Kontrollverlust über Maschinen, Transportmittel und Werkzeuge (5.900 Unfälle), Sturz und Absturz (3.604 Unfälle) sowie unkoordinierte Bewegungen wie etwa Umknicken, Anstoßen oder Zusammenstoßen (2.893 Unfälle).
Handverletzungen am häufigsten
Laut Zahlen der Unfallkrankenhäuser der AUVA-Landesstelle Wien in Meidling und Brigittenau/Lorenz Böhler machten Handverletzungen rund 40 Prozent aller behandelten Wunden aus. Besonders gefährdet ist auch das Gehör: So machte „durch Lärm verursachte Schwerhörigkeit" 2016 rund die Hälfte der 135 anerkannten Berufskrankheiten in Wien aus.
Durchschnittlich betrug die Anzahl der Krankenstandstage nach Arbeitsunfällen in Wien rund 12,4 Tage. Damit gehört Wien zu den Bundesländern mit den wenigsten Krankenstandstagen nach Arbeitsunfällen.
(cz)