Über Umwege erfuhr die Polizei von einem schweren Motorradunfall, der für einen 46-Jährigen im Koma endete. Gerüchteweise soll der Mann gestürzt und später im Amstettner Spital ins Koma versetzt worden sein, allerdings habe niemand Anzeige bei der Polizei erstattet.
Die Beamten fanden heraus, dass das Unfallopfer auf der Intensivstation, in einem künstlichen Koma liegt. Der 46-Jährige wird Angaben des behandelnden Arztes noch längere Zeit nicht ansprechbar sein. Er erlitt einen Schlüsselbeinbruch, eine eingerissene Milz, multiple Rippenbrüche und eine ausblutende Niere.
Bei den Angehörigen des Schwerverletzten konnte die Polizei dann in Erfahrung bringen, dass die Familie den Mann am 18. August zu Mittag direkt vom Unfallort in der Brunnerstraße abgeholt hatte. Er habe sich zuerst geweigert, sich behandeln zu lassen, hatte sich dann aber offenbar doch überreden lassen.
Als er noch ansprechbar war, hatte der 46-Jährige angegeben, von einem Fahrzeug geschnitten worden zu sein. An Unfallort und Moped konnte die Polizei wenig Verdächtiges finden. Ob es tatsächlich ein zweites Fahrzeug gab, wird die Polizei wohl erst erfahren, wenn der Mann wieder aus dem Koma erwacht. Anzeige wurde auch bis Mittwoch nicht erstattet.