Mops wird der Prozess gemacht

Eine Polizistin klagt die deutsche Stadt Ahlen wegen eines Hundes. Der Mops war gepfändet und ihr als "kerngesund" verkauft worden. Doch die Arztrechnungen türmen sich.

"Wilmas" Geschichte ist skurril und beschäftigt ab Mittwoch das Landgericht Münster: Denn eigentlich heißt die Mops-Dame "Edda vom Cappenberger See" und gehörte einer hoch verschuldeten Familie in Ahlen. Die Stadt pfändete das Tier und verkaufte es auf eBay weiter. "Kerngesund" und "reinrassig" laut Annonce. Polizeikommissarin Michaela Jordan hatte Mitleid, zahlte 690 Euro und taufte die Hündin "Wilma".

Doch nur Tage später musste der Mops notoperiert werden: "'Wilma' leidet an einer unheilbaren Augenerkrankung und braucht lebenslang teure medizinische Behandlung", erzählt Jordan. "Ich fühle mich betrogen."

Sie verlangt nun die Erstattung der Tierarztkosten und dass der verantwortliche Beamte bestraft wird. Streitwert: 20.000 Euro. Die Stadt bot ihr eine Rückabwicklung des Kaufs an: Ich will 'Wilma' aber nicht mehr hergeben", sagt Michaela. "Was würde aus ihr werden? Die Familie will sie gar nicht mehr."

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