Polizisten der Polizeiinspektion Rottenmann begaben sich am Donnerstag gegen 08.00 Uhr zu einem Verkehrsunfall auf der B113 zwischen Trieben und Rottenmann, Bezirk Liezen. Ein Mann, es handelt sich dabei um den Tatverdächtigen, war in seinem Pkw eingeklemmt. Einsatzkräfte der Feuerwehr befreiten den Schwerverletzten aus dem Wrack.
Der Rettungshubschrauber C14 transportierte den am Unfall Alleinbeteiligten in das LKH-Graz. Die Spurenlage am Tatort deutete auf einen Suizidversuch hin. Zur Klärung der Identität des Mannes, erfolgte eine Zulassungsbesitzeranfrage des Pkw-Kennzeichens. Über die hauptwohnsitzzuständige Polizeiinspektion folgte schließlich die Verständigung der Zulassungsbesitzerin.
Bei Suizidgedanken hilft die Telefon-Seelsorge unter dem Notruf 142 oder das Kriseninterventionszentrum unter 01/4069595
Bei der Zulassungsbesitzerin handelt es sich um die Mutter der Ermordeten. Die Eltern des Opfers begaben sich sofort zur Wohnung ihrer Tochter. Dort fanden sie gegen Mittag ihre Tochter tot auf einer Couch liegend vor.
Die ersten polizeilichen Ermittlungen wurden von Beamten der Polizeiinspektion Oberzeiring geführt. Die Polizisten vor Ort stellten einen bedenklichen Todesfall fest. Es folgte daraufhin die Verständigung des Landeskriminalamtes Steiermark. Mordermittler begaben sich sofort zum Tatort. Die Ermittlungen am Tatort wurden gemeinsam mit der Tatortgruppe und einer Gerichtsmedizinerin geführt. Dabei konnte als Todesursache ein gewaltsamer Tod durch Ersticken festgestellt werden.
Nummern für Betroffene und Ansprechstellen – anonym, kostenlos und rund um die Uhr
Frauenhelpline (rund um die Uhr, kostenlos): 0800 222 555
Männernotruf (rund um die Uhr, kostenlos): 0800 246 247
Rat auf Draht: 147
Autonome Frauenhäuser: 01/ 544 08 20
Gewaltschutzzentren: +43 1 585 32 88
Weisser Ring: 0800 112 112
Nach derzeitigem Ermittlungsstand dürfte ein Tatzusammenhang zwischen dem Tod der Frau und dem schwerem Verkehrsunfall ihres Ex-Lebensgefährten bestehen. Das Paar hatte sich kurz zuvor voneinander getrennt. Der Mann konnte bislang noch nicht vernommen werden. Er befindet sich auf der Intensivstation des LKH Graz. Die Staatsanwaltschaft Leoben ordnete die Sicherstellung des Unfallwracks und die Fortführung der Ermittlungen zum Tatverdacht des Mordes an. Diese dauern zur Stunden an. Es gilt die Unschuldsvermutung.