Neuer Zündstoff im Fall des in Wien verstorbenen Ex-Ölministers Libyens: Er soll von einem Chemiekonzern Geld kassiert haben, wollte auspacken - Tage später trieb seine Leiche in der Donau.
Neuer Zündstoff im Fall des in Wien verstorbenen Ex-Ölministers Libyens: Er soll von einem Chemiekonzern Geld kassiert haben, wollte auspacken – Tage später trieb seine Leiche in der Donau.
Offiziell war es ein tragischer Unfall. Doch jetzt stießen Ermittler auf Beweise, die den Tod von Shukri Ghanem (69) in einem neuen Licht erscheinen lassen: Der ehemalige Ölminister Libyens soll 1,2 Millionen Euro Schmiergeld von einem norwegischen Chemiekonzern erhalten haben, berichtet die Zeitung "Dagens Näringsliv".
Mysteriöse Umstände
Er wollte im April 2012 über diesen Fall und andere Korruption unter Muammar Gadaffi auspacken, um sich während der libyschen Revolution von der Übergangsregierung Straffreiheit zu "erkaufen". Nur drei Tage später war er tot.
Laut der Staatsanwaltschaft hatte Ghanem beim Spaziergang nahe seiner Wohnung einen Herzinfarkt erlitten und war in die Donau gestürzt, wo er dann ertrank. Fremdverschulden wurde ausgeschlossen – doch ausländische Diplomaten bezweifeln diese Version massiv.