Mord an Italiener kommt nach 18 Jahren vor Gericht

Am Montag beginnt am Grazer Straflandesgericht der Prozess in einem Mordfall aus dem Jahr 2001.
Am Montag beginnt am Grazer Straflandesgericht der Prozess in einem Mordfall aus dem Jahr 2001.Bild: picturedesk.com
Im Jahr 2001 soll eine Slowakin drei Männer beauftragt haben, ihren italienischen Freund zu töten. Seine Leiche wurde in Sinabelkirchen gefunden. 18 Jahre danach beginnt nun am Grazer Straflandesgericht der Prozess.
Am Montag hat im Grazer Straflandesgericht ein Prozess gegen zwei Slowaken begonnen. Den beiden Männern wird vorgeworfen, mit zwei weiteren Personen vor 18 Jahren an einem Mordkomplott gegen einen Italiener beteiligt gewesen zu sein.

Leiche 2001 in Sinabelkirchen entdeckt



Im Juli 2001 hatte Radfahrer in der Nähe der Autobahnabfahrt Sinabelkirchen im Bezirk Weiz die Leiche eines 47-jährigen Mannes entdeckt. Bei den Ermittlungen stellte sich heraus, dass es sich um einen Italiener handelte. Zunächst wurde ihm ein Messer in den Rücken gerammt, danach wurde er offenbar durch einen Kopfschuss getötet.

CommentCreated with Sketch.0 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Lange Zeit tappte die Polizei im Dunkeln, sie fanden weder Motiv noch Verdächtige. Erst 2008 wurde der Fall neu aufgerollt.

Erste Spuren führten in die Slowakei. Eine 55-jährige Slowakin soll demnach den Mord an dem Italiener, ihrem damaligen Freund, in Auftrag gegeben haben.

Italiener drohte mit Anzeige



Das Motiv dürfte Geld gewesen sein. Der Italiener schloss auf ihr Drängen eine Lebensversicherung zugunsten ihrer Tochter ab. Zudem soll er der Frau unter anderem eine Wohnung finanziert haben. Als sie ihm verbot dort einzuziehen, drohte er laut Anklageschrift mit einer Betrugsanzeige. Daraufhin schmiedete die Slowakin ein Mordkomplott.

Zwei Männer sollen die Tat begangen, ein dritter die Waffe dafür besorgt haben- Am 13. Juli 2001 lockten sie den Italiener im Wiener Südbahnhof aus einem Zug. Mit dem Auto ging es weiter nach Sinabelkirchen. Die Slowakin reiste zu dieser Zeit nach Mexiko, um jeden Verdacht von sich zu lenken.

Zwei Angeklagte für Grazer Gericht nicht verfügbar



Die Staatsanwaltschaft Graz hat vier Verdächtige angeklagt, zwei von ihnen – einer der mutmaßlichen unmittelbaren Täter und der Organisator der Waffe – stehen ab Montag vor einem Grazer Schwurgericht.

Der weitere mutmaßliche Täter sowie die Frau befinden sich in der Slowakei und sind für das Grazer Gericht nicht verfügbar.

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