Nach dem Mord an der 14-jährigen Paulina aus Bad Ischl erklärt der Anwalt Farid Rifaat des tatverdächtigen Stiefbruders, sein Mandat sei "selbst ein Opfer". Der Vater, ebenfalls ein Verdächtiger - soll dem 19-Jährigen bedroht haben. Der Anwalt will nun prüfen, ob der junge Mann straffrei ausgehen könnte.
Während der verdächtige Vater die Tatrekonstruktion verweigerte, demonstrierte der Sohn vor Ort und Stelle den Tatablauf. Der Teenager soll nicht zur Ermordung der 14-Jährigen beigetragen haben, heißt es vom Anwalt: "Er hat leider bei den Vorbereitungshandlungen und der Verbringung der Leiche geholfen." Dazu soll er von seinem Vater gezwungen worden sein.
Der 48-Jährige habe seinem Sohn ein Messer angesetzt und gedroht, dass er "fällig" sei, falls er ihm nicht helfe. "Der Bub begreift erst langsam, was passiert ist und leidet selbst sehr", so der Anwalt in Interviews. Die Staatsanwaltschaft Wels habe psychologische Atteste der beiden Verdächtigen in Auftrag gegeben. Beim Vater könnte es unterdessen zu einem Anwaltswechsel - vom bestellten Amtsverteidiger zum Linzer Verteidiger Andreas Mauhart kommen.
Rätselraten um Motiv
Weiterhin unklar bleibt dagegen das Motiv für den Mord. Vorerst warte man auf die Auswertung der Spuren und den schriftlichen Bericht über die Obduktion. Die Staatsanwaltschaft geht weiter von einem geplanten Verbrechen aus. Der Jugendliche sei laut seinem Anwalt seinem Vater völlig hörig gewesen.