Erste heiße Spur nach drei Jahren Ermittlungen im Fall Lucile: Die französische Austauschstudentin wurde in Kufstein (T) offenbar von einem Triebtäter erschlagen, der auch in Deutschland mordete.
Erste heiße Spur nach drei Jahren Ermittlungen im : Die französische Austauschstudentin wurde in Kufstein (T) offenbar von einem Triebtäter erschlagen, der auch in Deutschland mordete.
Mehr als 800 Personen hat die Polizei seit 2014 durchleuchtet; in der TV-Sendung "Aktenzeichen XY" um Hinweise gebeten. Alles vergebens. Der Mörder von Lucile K. läuft frei herum. Nun, drei Jahre nach der entsetzlichen Bluttat an der Kufsteiner Innpromenade, ist für die Kripo eines gewiss: Die bildhübsche Austauschstudentin wurde Opfer eines Sexualverbrechens. Ihr Killer: ein erbarmungsloser Serientäter. Durch einen DNA-Abgleich ist erwiesen, dass er mindestens ein weiteres Mal getötet hat – im November des Vorjahres, in Deutschland.
Wie Lucile wurde auch das zweite Opfer, die Joggerin Carolin G., am Heimweg mit einer Eisenstange erschlagen. "Die Taten weisen das gleiche Muster auf. Wir gehen von einem psychisch schwer gestörten Täter aus", erklärt Chefermittler Walter Pupp. Die Parallelen der Verbrechen sind gespenstisch.
Die Opfer: jung, auffallend attraktiv und allein unterwegs. Beide wurden erst sexuell missbraucht und dann gnadenlos erschlagen. In Kufstein wurde, im Gegensatz zu Freiburg, die Metallstange eines Wagenhebers als Tatwaffe sichergestellt. Das Stück Eisen und eine gewisse Ortskundigkeit des Killers geben den Fahndern einen Anhaltspunkt: Es könnte sich um einen Lkw-Fahrer handeln. Die Polizei jagt ihn ab sofort in zwei Ländern.