250 Kilometer weit fuhr ein Linzer, um mit seinem Bruder in Tirol Geburtstag zu feiern - eskaliert ist die feuchfröhliche Feier aber zu einem Blutbad. Scheinbar ohne Motiv ging der ältere Mann mit einem Messer auf Adolf A. (64) los, verletzte ihn am Kopf und am Hals. Der Linzer verblutete!
Die Angehörigen in Linz sind fassungslos: LKA-Ermittler und Rotkreuz-Psychologen machten ihnen Donnerstagvormittag klar, dass der Linzer Familienvater Adolf A. nie mehr wieder nach Hause kommen wird. Laut Polizei war der Pensionist am Mittwoch zu seinem Bruder nach St. Johann in Tirol gefahren. Dort feierten sie den 70. Geburstag des Täters. Was den ebenfalls aus Oberösterreich stammenden Mann in Rage brachte, ist noch Gegenstand der Ermittlungen.
Der Beschuldigte selbst sagt nichts zu den Vorwürfen. Er konnte oder wollte uns keinen Grund für den Streit nennen, sagt Oberst Walter Rupp vom Landeskriminalamt Tirol. Jetzt forschen Innsbrucker und Linzer Mordermittler im Leben der beiden Männer.
Entdeckt worden war der Mord von einer Polizeistreife. Der Beschuldigte hat einen Bekannten angerufen und gesagt: Es ist etwas passiert, berichtet Rupp. Als die Beamten dann um 5.35 Uhr früh an der Wohnungstür läuteten, fanden sie den toten Oberösterreicher.